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TourHP
1. Juni 2008
TourHP [06/2008]

Ausblick auf Wachstumsschwerpunkte

Wellnesstrends 2008

Wellnessreisen bzw. -aufenthalte erfreuen sich wachsender Beliebtheit, sodass die Umsätze auch im Jahr 2007 weiter angestiegen sind. Einzelne Veranstalter und Mittler für Beauty- und Wellnessreisen konnten sogar ein Umsatzplus von 15% verbuchen. Wellness liegt folglich weiter im Trend. Was ist bei den Gästen zukünftig besonders gefragt?
 

Wellnesstrends 2008



1. Marktentwicklungen

Aktuelle Antworten auf Fragen nach den Wellnesstrends in 2008 und den folgenden Jahren wurden insbesondere anlässlich der ITB im März in Berlin und Ende April auf dem W-H-D-Frühjahrstreffen (Wellness-Hotels-Deutschland, kurz: W-H-D) in Bad Driburg gegeben. Anlass für solche Ausblicke ist für W-H-D-Geschäftsführer Michael Altewischer »die Notwendigkeit, schon heute zu wissen, was der Wellness-Gast in unseren Hotels in den nächsten zehn Jahren erleben möchte. Investitionen im gehobenen zweistelligen Millionenbereich, die von der Gesamtheit unserer Häuser alljährlich gestemmt werden, zwingen zur Weitsicht.« Bei der letztgenannten Veranstaltung wurde von einer rasanten Zunahme der Wellness-Interessenten ausgegangen: Für den Zeitraum bis 2020 ist demnach etwa eine Verdoppelung der Interessenten-Anzahl für die Gebiete Passiv-Wellness und Anti-Aging anzunehmen; noch stärker wird voraussichtlich der Medical Wellness-Bereich steigen, hierzu wurde eine Interessentenzahl von derzeit etwa 4 Mio. genannt, die auf 9,5 Mio. in 2020 anwachsen dürfte.

Wellnesstrends 2008_2

 




2. Strategien für die Zukunft

Die Gestaltung der Zukunft in der Wellness-Hotellerie war ein beherrschendes Thema der Veranstaltung am 28. und 29.4.2008 in Bad Driburg. Gastgeber war das Hotel Gräflicher Park.

2.1 Wellness-Erwartungen: Hoffnung auf Veränderung

Zentrales Anliegen des Referenten Linser (s. Infoblock links) war es, die Hotelbetreiber bei der Erarbeitung von zukunftsfähigen Strategien zu unterstützen. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Marktanteile sieht er das Luxussegment klar vorn gefolgt von den sog. McDonalds-Spa-Leistungen. Als entscheidende Faktoren der internationalen Marktwahrnehmung nannte er :

•    Medizin
•    Hospitality
•    Kurtradition
•    Seriosität.

Um ein zukunftsfähiges Angebot aufbauen zu können, ist nach den Ausführungen des Referenten besonderer Wert auf die Erkennung der Kundenwünsche zu legen. Hierzu stellte er die in der Tabelle 1 enthaltene Abgrenzung vor.

Als Zwischenfazit hielt Linser auf dieser Basis fest, dass die Interessenten mit Wellness die Hoffnung auf Veränderung kaufen. Problematisch sei aber, dass die Kunden kaum Feedback geben, sondern als Nicht-Reklamierer einfach ausbleiben. Die daraus abzuleitenden Konsequenzen unterteilte er in folgende vier Gruppen:

•    Konzept
•    Architektur
•    Zielgruppen
•    Produkte.

Treiber der Veränderung sind für Linser zum einen veränderte Reisekosten und -zeiten. Hierzu verwies er auf die kurzen Reisezeiten (z. B. Frankfurt - Rom in weniger als 2 Stunden mit relativ geringen Kosten), so dass z. B. auch italienische Hotels als Konkurrenz für deutsche Wellness-Angebote zu sehen sind. Als zweiten Punkt nannte er die Einkommensverteilung und als darauf basierende Unterscheidung diejenige in Richistan versus McDonaldisierung der Spas. Drittens führte er die soziokulturelle Entwicklung an, wonach sich die Menschen insoweit verändert haben, dass beispielsweise ein Bewegungsmangel im Vordergrund stehe, während es früher als Zeichen des Luxus galt, sich ein Nicht-Bewegen leisten zu können (Sänfte). Gefragt sind demnach neue Wege aus dem Stress. Dies gaben beispielsweise 75% einer in den USA durchgeführten Befragung an.


2.2 Wellness-Zielgruppen

Hinsichtlich der Wellness-Zielgruppen erläuterte Linser eine dreifache Segmentierung:

•    nach dem Geschlecht (der Anteil der Männer soll von ca. 20% auf 44% steigen);
•    nach dem Alter (immer mehr Menschen stehen zu ihrem Alter und suchen ein altersgerechtes Angebot, nicht aber einen Verjüngungstrip);
•    nach dem Lebensstil (hier unterschied er u.a. Destress, Weight-Management, Getting Fit etc.).

 

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3. Einzelne Zukunftstrends

Die Wellnessexperten W-H-D und beauty24 stellten anlässlich der ITB aktuelle Entwicklungen und Trends der Branche für 2008 und die folgenden Jahre vor: Wellness für Paare, Private Wellness, Wellness zum Stressabbau, Wellness für Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Ein weiteres wichtiges Thema war die wachsende Bedeutung von Hotelbewertungen für die Branche. Im Einzelnen:


3.1 Wellness für Paare

Auffallend in der Wellnessbranche ist demnach der wachsende Wunsch der Gäste nach Zweisamkeit bei ihren Wellnessaufenthalten. Eine Umfrage von beauty24 zum Thema Wellness für Paare bestätigt die steigende Nachfrage: 40% der Befragten gaben darin an, Wellness bereits mit ihrem Partner erlebt zu haben, weitere 55% äußerten den Wunsch danach. 57% der Kunden gaben an, am liebsten mit dem Partner/ der Partnerin Wellness zu erleben. Auch beim Buchungsverhalten kann beauty24 den Trend zur Zweisamkeit beobachten. Im Jahr 2007 wurden 75% der Reisen für zwei Personen gebucht.


3.2 Private Wellness

Bei immer mehr Wellnessgästen wächst der Wunsch nach Privatheit und Abgeschiedenheit bei ihren Wellnessaufenthalten. Mit den sog. »Private Spas« entstanden exklusive und private Erlebnisräume innerhalb der Wellnesslandschaften. Voraussetzung für die wachsende Nachfrage ist aber auch, dass immer mehr Gäste bereit sind, zusätzliche Kosten für Private Spas in Kauf zu nehmen.


3.3 Wellness zum Stressabbau

Termindruck, dauernde Erreichbarkeit, Anspannung und der fortwährende Leistungsanspruch belasten viele Menschen zunehmend körperlich und geistig. Die Nachfrage nach Wellness zum Stressabbau steigt mit dem wachsenden Bedürfnis nach Entspannung und Erholung. Denn Entspannung ist immer noch die wichtigste Motivation, um Wellness zu betreiben. 80% der Befragten gaben dies in einer Umfrage von beauty24 als Hauptgrund an (vgl. zum Thema auch den gesonderten Kurzbeitrag auf S. 24 unter Kurz notiert).


3.4 Gesundheit und Nachhaltigkeit

Gesundheitsbewusstes Leben rückte in den letzten Jahren immer mehr ins Bewusstsein der Verbraucher. Der Bio-Boom veranlasste die Menschen, zunehmend auf ihre Ernährung und ihren Lebensstil zu achten. Nachhaltigkeit prägt das moderne Bewusstsein, und ein ökologisches Verständnis wird immer wichtiger. So entstand auch ein neuer Konsumententyp. Dieser neue Lebensstil steht nicht für Verzicht, sondern für einen bewussten Umgang mit der Umwelt und gleichzeitig für genussvollen Konsum von Produkten hochwertiger Qualität mit hoher Umweltverträglichkeit und ethisch einwandfreier Herkunft. Wellnessurlaub ist dabei ein essentieller Bestandteil dieses modernen Lebensstils.

3.5 Hotelbewertungen

Bewertungen von Dienstleistungen und Produkten haben sich in fast jeder Branche durchgesetzt: Auch die Wellnessbranche ist im sog. Web 2.0 angekommen, und mit dem weiteren Wachstum der Tourismusbranche steigt auch der Bedarf der Kunden nach Reiseinformationen aus erster Hand. Laut der beauty24-Umfrage nutzen 79% der Befragten Hotelbewertungen im Internet, um sich über ihr Reiseziel zu informieren. 93% von ihnen sehen dabei die Informationen als hilfreich an, und fast 30% haben bereits selbst Kritiken zu Hotels verfasst. Eine gemeinsame Umfrage von W-H-D und beauty24 zeigt, dass auch 43% der Hoteliers den Hotelbewertungen positiv gegenüber stehen. Allerdings sind viele Hotelbetreiber noch skeptisch. 27% der befragten Hoteliers sehen die Hotelbewertungen sogar eher negativ. Besonders bemängelt wird oftmals die fehlende Möglichkeit zur Gegendarstellung von Seiten des Hotels. Man befürchtet Umsatzverluste durch subjektive und ungerechte Kritiken. Doch die Hotels können das Potenzial von Hotelbewertungen auch für sich nutzen, indem sie initiativ ihre Gäste ermuntern, das besuchte Hotel zu bewerten. Durch eine Vielzahl an Bewertungen wird ein breites Spektrum an Meinungen abgebildet. Extreme Einzelmeinungen fallen damit weniger ins Gewicht.




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland