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21. August 2015
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Chance für ein besseres Leben - Menschels Vitalresort. Autor: Philipp Maas

Heilsversprechen gibt es viele. Es bleibt eine Kunst, die echten von den falschen zu unterscheiden. NFh sprach mit Dr. Matthias Menschel, einer der wenigen Mediziner, die neben ihrer Praxis auch ein Medical Wellness Resort führen, und wie es in Bad Sobernheim funktioniert, dessen Ursprünge 100 Jahre zurückliegen.

NFh: Können Sie mal in wenigen Worten schildern, was das ist: Menschels Vitalresort*?

Dr. Matthias Menschel: Wir bilden eine gewisse Nische ab, z.B. für Gäste, die eine Affinität haben zum Thema Gesundheit, Ernährung und gesunde Lebensweise, die sich dafür interessieren, Bio ist ein Thema, Fasten, auch Wellnessangebote, wobei der Anteil der klassischen Wellnessgäste, die zwei oder drei Nächte bleiben, ein kleinerer ist im Vergleich zu der Gesamtzahl, aber natürlich sind auch Wellnessgäste willkommen.

NFh: Medical Wellness ist ein Stichwort für unsere Unterhaltung. Mit dem Begriff als solchen tut sich das Publikum ein wenig schwer, Medizin schmeckt immer bitter, und Wellness soll süß sein. Da gibt’s Diskrepanz, aber die Sache als solche ist hoch aktuell.

Dr. Matthias Menschel: Ja, ich sehe Medical Wellness als ein Teilbereich des gesamten Segmentes, so wie es Anbieter gibt für Golf und Wellness oder Kulinarik und Wellness mit einem Sternerestaurant. Andere haben einen Schwerpunkt auf Beauty, Kosmetik. So haben viele im Markt ihre Nische gesucht und gefunden. Und so ist das auch bei uns mit dem Medical Wellness. Natürlich wissen wir, dass es Menschen gibt, die für diesen Bereich nicht ansprechbar sind, aber es gibt eine größere Gruppe mit Interesse. Sie verbindet einen Wellnessaufenthalt mit gesundheitlicher Vorsorge oder auch, wenn schon eine Erkrankung vorliegt, mit dem Wunsch nach Heilung. Wir müssen uns vorstellen, 20 Prozent bis 25 Prozent der Erwachsenen leiden unter Bluthochdruck. Sie fühlen sich nicht krank dadurch, nehmen aber zur Korrektur zwei, drei Tabletten, und da ist eine Beratung, wie man durch eine veränderte, optimierte Lebensweise Tabletten reduzieren kann und den Blutdruck besser einstellt, natürlich auch eine Hilfestellung.

NFh: Und da Sie Mediziner sind, haben Sie in diesem Punkt ja ein Prä. Es ist nicht so häufig, dass man in ein Haus kommt, wo ein Mediziner das Haus führt.

Dr. Matthias Menschel: Ja, das ist sehr selten. Unser Vorteil ist es, dass die Stammgäste wissen, wenn sie in ein, zwei oder fünf Jahren wiederkommen, werden sie meine Frau und mich mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder antreffen. Und das erzeugt ein gewisses Vertrauen. Ich kann mir vorstellen in ähnlich gelagerten Häusern, wo der Arzt in einem Angestelltenverhältnis agiert, findet in der Regel nach ein paar Jahren ein Wechsel statt, und diese Kontinuität ist nicht gegeben. Wenn ich überlege, meine Tante, die bis 2000 die Praxis geführt hat, war 36 Jahre hier tätig, und ich denke, ich bin es jetzt schon fünfzehn Jahre und zwanzig werden wohl noch vor mir liegen.

NFh: Das heißt, wenn man wiederkommt, kann man sich darauf verlassen, Sie oder Ihre Frau hier anzutreffen und dass die Daten, die gespeichert wurden, auch noch vorhanden sind. Und im Übrigen ist es ja auch eine persönliche Angelegenheit.

Dr. Matthias Menschel: Es gibt auch Gäste, die zwischendurch ’mal anrufen. Solche, die gesund sind und hier eher mal eine Vorsorge machen und sagen, zu Hause habe ich gar keinen Hausarzt und die dann hier bei einer akuten Sache auch einmal nachfragen. Teilweise kann man dann einen Tipp geben, manchmal empfiehlt man dann zu Hause einen Arzt aufzusuchen. Es gibt aber auch Fälle, da übe ich praktisch eine Hausarztfunktion aus. Wenn die dann einmal im Jahr kommen und sagen, ich war bisher bei keinem anderen Doktor gewesen.

Dr. Menschel

NFh: Sie sind Allgemeinmediziner?

Dr. Matthias Menschel: Ja, mit Zusatzbezeichnung für die Naturheilverfahren, was ein Schwerpunkt ist bei der Arbeit hier. Und auch Badearzt, was daran liegt, dass Sobernheim ein Badeort ist, weshalb die badeärztliche Ausbildung auch einen Stellenwert hat.

NFh: Da haben wir zwei Merkpunkte. Das Badewesen und die Naturheilkunde. Fangen wir erst einmal mit dem Badewesen an. Spielt das in Deutschland eigentlich noch eine Rolle?

Dr. Matthias Menschel: Es hat sicher noch Bedeutung, wenn auch nicht mehr wie in den 80gern und Anfang der 90ger des vorigen Jahrhundert. Das Besondere hier in Bad Sobernheim ist, dass die Felke-Therapie immer von Privathäusern angeboten wurde, die auch am Ball blieben, als das öffentlich geförderte Kurwesen rückläufig war durch die Gesundheitsgesetzgebung. Sie reagierten schnell, rascher als die meisten öffentlichen Einrichtungen in Badeorten, die erst einmal abwarteten und hofften, es werde wieder besser, was dann nicht eintrat. Und so wurde von den öffentlichen die Umstellung auf Wellness und Medical Wellness häufig verschlafen. Da wurde inzwischen allerdings einiges korrigiert.

NFh: Felke ist ja Naturheilkunde, aber was Sie hier machen, ist ja nicht nur Felke.

Dr. Matthias Menschel: Richtig. Felke ist eine wichtige Säule, auch Tradition. Es ist ein Fundament. Wir bieten darüber hinaus z.B. Fastentherapien nach Buchinger an, auch Ernährungsberatung und -therapie, Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden ermittelt und behandelt. Auch hier können wir helfen. Man versucht, bei der Unzufriedenheit mit dem normalen Lebensstil beratend beizustehen, vor allem bei Menschen, die zu viel arbeiten und die Balance zwischen An- und Ausspannung nicht mehr finden und sich regelrecht verschleißen. So nach dem Prinzip ich arbeite, dass ich es irgendwann einmal schön habe – nur dazu kommt es dann manchmal nicht mehr. Man sollte nicht an eine Zeit denken, die in zehn Jahren beginnt. Man sollte die Gegenwart betrachten, im Heute leben, da versuchen wir unsere Gäste zu motivieren und sensibilisieren, mit der Zielsetzung, einen eigenen Weg zu finden und sich ein wenig mehr Freiraum zu verschaffen.

NFh: Ich möchte noch einmal auf die Naturheilkunde zurückkommen. Sie sind auch ausgebildeter Schulmediziner. Gibt es da Konflikte?

Dr. Matthias Menschel: Ich denke, man muss hier – wie überhaupt im Leben – nach allen Richtungen offen sein, pragmatisch sein und die Grenzen der Naturheilkunde kennen. Ggf. setze ich die Schulmedizin ein und kombiniere sie miteinander mit dem Ziel einer integrativen Medizin. Wir bedienen uns beider. Es gibt leider noch Dogmatiker, die im Prinzip nur ihre Position sehen und den anderen Bereich ablehnen, was natürlich keine Lösung sein kann.

NFh: Wenn man so in die Medizin des Mittelalters schaut, sieht man natürlich auch einiges Unsinnige, z.B. das nicht enden wollende Aderlassen, das dann gelegentlich zum Tode führte.

Dr. Matthias Menschel: Ja, im Mittelalter gab es den Bader, der hat die Leute lange bluten lassen, bis es aufgehört hat, und dann kam nichts mehr. Jede Methodik muss auch richtig angewendet werden. Auch das Fasten z.B. wird kritisiert, weil etwas passieren könnte. Bei einer unsachgemäßen Durchführung des Fastens stimmt das, aber auch bei der Blinddarmoperation kann etwas passieren. Man wird deshalb nicht darauf verzichten wollen. Auch in der Naturheilkunde können Fehler passieren, deshalb ist diese Medizin grundsätzlich nicht falsch.

NFh: Wenn ich das als Laie sagen darf: Ich denke, wenn man die fortschrittlichsten Aspekte beider Medizinen anwendet, ist das der richtige Weg.

Dr. Matthias Menschel: Es ist grundsätzlich die Kunst des Arztes, bei geschilderten Beschwerden herauszufinden, was dahinter steckt. Wo könnte etwas wirklich Ernsthaftes vorliegen, das den Spezialisten erfordert, und bei einem anderen liegen funktionelle Beschwerden oder Befindlichkeitsstörungen vor, die medizinisch meist harmlos sind. Ich denke, als naturheilkundlich arbeitender Arzt hat man den Vorteil, bei chronischen Beschwerden Heilmittel einzusetzen, während der Schulmedizin hier oft nur Präparate zur Verfügung stehen, welche die Symptome behandeln. Bei akuten Ereignissen ist die Schulmedizin natürlich unverzichtbar, während bei chronischen Beschwerden die Naturmedizin unübersehbare Vorteile hat, allerdings auch die Mitarbeit des Patienten erfordert.

Menschels Vitalresort - Das Südhaus im Sommer

NFh: Kommen wir von Medical Wellness noch einmal zu Ihrer wunderschönen Anlage. Sie haben in der letzten Zeit verhältnismäßig viel Neues geschaffen, z.B. das Haus Igelsberg, den Zwischentrakt zur Felke-Anlage, die Blockhaus Sauna mit Holzbefeuerung und das Naturwasserschwimmbecken. Wie haben Sie das finanziert?

Dr. Matthias Menschel: Richtig, wir haben 2013/2014 größer investiert, teilweise aus Eigenkapital und auch fremdfinanziert. Damit sind wir dem häufig ausgesprochenem Wunsch von Gästen gefolgt, die etwas komfortablere und geräumigere Zimmer gewünscht haben, auch einen direkten Zugang zum Wellnessbereich, was in den Wintermonaten angenehm ist.

NFh: Und was steht als nächstes an?

Dr. Matthias Menschel: Wir haben schon einige Pläne im Kopf, die noch nicht ganz spruchreif sind. Aber: Wir sind an die Kapazitäten unseres Restaurantbereichs gestoßen. Wenn die Zimmer voll ausgelastet sind, wird es eng. Wir denken da über eine Erweiterung nach. Wobei da noch die Überlegung ist, die Küche mit zu erweitern. Das sind so die nächsten Schritte. Es gibt noch andere Überlegungen, da wollen wir aber erst die Rückmeldungen von unseren Gästen abwarten.

NFh: Das soll also noch nicht übermorgen passieren?

Dr. Matthias Menschel: Man ist ja in so einem Betrieb kontinuierlich dabei zu erneuern und zu erweitern. Wir sind auch in den vergangenen Jahrzehnten immer organisch gewachsen, nie so, dass wir plötzlich die Bettenkapazität verdoppelten. Diese familiäre Struktur mit persönlicher Ansprache schätzen auch unsere Gäste.

NFh: Sie sind hier im Umfeld von Bad Kreuznach und Idar-Oberstein, wo kommen Ihre Gäste her?

Dr. Matthias Menschel: Wir haben unser Einzugsgebiet, so zwei bis drei Autostunden rund um das Haus. Es ist so, dass die Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet, also aus Frankfurt, Mainz und Wiesbaden zu uns kommen. Wir haben auch viele Gäste vom Rhein, also Köln, Bonn oder Düsseldorf. Aus Köln, z.B., sind es zwei Stunden hierher, auch Luxemburg, Rheinland-Pfalz und das nördliche Baden-Württemberg, z.B. Karlsruhe oder Mannheim, Heidelberg sind Einzugsgebiete.

NFh: Sie haben hier ja eine wunderschöne Parkanlage, könnte man die nicht auch noch für Events öffnen? Ich denke da an Sommerkonzerte oder Dichterlesungen?

Dr. Matthias Menschel: So etwas machen wir schon. Im vergangenen Jahr hatten wir einen wunderschönen Chorabend mit 50 Sängerinnen und Sängern darunter auch Solisten. Wir haben auch schon Brunch mit Jazz veranstaltet. Das soll aber immer die Ausnahme bleiben, denn die Gäste, die zu uns kommen, haben in den Ballungsgebieten eine hohe Menschendichte und suchen hier die Ruhe und die Natur.

NFh: Herr Menschel, liebenswerten Dank für das Gespräch.

* Wie eingangs, erwähnt, liegen die Ursprunge des Resorts 100 Jahre zurück. Heute ist die Geschäftsleitung in den Händen der 3. Menschel-Generation. Die Geschwister Dr. Matthias Menschel und Birgit Menschel führen das Unternehmen fort. 2000 übernahm Dr. Menschel die ärztliche Leitung und entwickelte das Konzept von Medical Wellness & Felke. Seit 2002 arbeitet er gemeinsam mit seiner Frau Dr. Gudrun Herzel in der Vitalresortpraxis. Birgit Menschel, Diplom Oecotrophologin leitet den Hotelbereich und legte den Grundstock der Zertifizierung zum Bio-Hotel im Jahr 2004.




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland


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