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"der hotelier spezial“ in: AHGZ
29. August 2015
"der hotelier spezial“ in: AHGZ

Eins mit der Natur. Autorin: Elke Birke

Traditionelle europäische Heilmethoden (TEM) werden immer beliebter. Allen voran die Thalasso-Therapie, die auf Meerwasser, Algen, Schlick und Salz basiert. Welche Heilverfahren gibt es sonst noch? Und welche Methode passt zu welchem Hotel? Ein Überblick.

Sie sind authentisch, bewährt und top aktuell: Traditionelle Europäische Heilmethoden (TEM). Immer mehr gestresste Gäste wünschen sich heute, wieder eins mit sich zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, finden bekannte Naturheilmethoden wie Thalasso, Kneipp & Co. immer mehr Zuspruch. Kein Wunder: Je tiefer die Digitalisierung mit ihren virtuellen Welten den schnelllebigen Alltag prägt, desto mehr suchen die Menschen nach Methoden, die seit Jahrhunderten bewährt sind. Ein Trend, den auch Wellnesshotels erkannt haben. Zum Beispiel das Hotel Neptun in Warnemünde, das Menschels Vitalresort in Bad Sobernheim, Gut Klostermühle in Madlitz-Wilmersdorf oder das Schüle’s Gesundheitsresort & Spa in Oberstdorf.

Doch welche Heilverfahren eigen sich für Hotels? Antworten darauf will die aktuelle Offensive der Wellness Hotels & Resorts (WHR) geben. Die Kooperation startete in Zusammenarbeit mit Angela Schuh von der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU) vor Kurzem eine Weiterbildungsreihe unter dem Motto „Naturheilkundeverfahren – präventive und gesundheitsfördernde naturheilkundliche Verfahren mit Zielrichtung Lebensstiländerung".

Geschäftsführer Michael Altewischer erläutert: „Den Heilverfahren der Traditionellen Europäische Medizin (TEM) ist gemeinsam, dass ihnen ein holistisches Konzept zugrunde liegt, bei dem es um die Heilung von Krankheiten, vor allem aber um deren Vorbeugung durch einen gesunden Lebensstil geht. Das macht die TEM heute besonders aktuell.“

Altewischer ist überzeugt, dass die TEM große Glaubwürdigkeit besitzt: „Ihre Ursprünge liegen in der Klostermedizin des Mittelalters und stützen sich auf Jahrtausende altes Wissen über einheimische Pflanzen und regionale Ressourcen. Das ermöglicht engagierten Wellnesshoteliers, sich auf die eigenen Wurzeln zu besinnen und diese zu authentischen, modernen Konzepten weiterzuentwickeln.“ Demnach müssten Gäste nicht immer die Ferne reisen – in Deutschland biete sich die TEM optimal an, um für Gäste glaubwürdige Konzepte zu entwickeln.

Die wichtigsten eingesetzten Naturheilverfahren sind: Ordnungstherapie (Lebensstiländerung), Hydrotherapie, Ernährungs- und Bewegungstherapie, Klima- und Thalassotherapie, balneologische Verfahren, Phytotherapie (Heilpflanzen), Fasten und Chronobiologie (Tag-Nacht-Rhythmus – gesunder Schlaf). Im erweiterten Sinne zählen auch Methoden wie Aroma und Farbtherapie sowie die Achtsamkeitslehre und Meditation dazu.

Die naturheilkundlichen Verfahren besitzen großes Potenzial, um Volksleiden wie Allergien, Burnout, chronischen Rückenschmerzen, Osteoporose, Altersdiabetis oder Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen und zu heilen. Doch egal für welches der genannten Naturheilverfahren sich ein Hotelier entscheidet – über allem steht ein bewusst konzipiertes Zeit- und Maßnahmenkonzept für den gesamten Ablauf, so Angela Schuh von der LMU. Erfolgsentscheidend sei ein bestimmter vorgegebener Rhythmus zwischen Aktivitäts- und Entlastungstagen und die Umsetzung aktueller chronobiologischer Erkenntnisse, um die jeweilige gesunde innere Lebensordnung wieder herzustellen. Gerade die ist nach Ansicht von Angela Schuh bei vielen Menschen aus dem Gleichgewicht geraten – nicht zuletzt durch den Druck, ständig erreichbar und rund um die Uhr online sein zu müssen. Immer mehr Gäste klagten zunehmend über Schlafprobleme und Funktionsstörungen von Herz, Kreislauf und Magen- und Darmtrakt. Daher sollten Hotels die einzelnen Anwendungen zu wissenschaftlich belegten optimalen Tageszeiten festlegen. Das heißt: ausgerichtet auf größte Ansprechbarkeit, stärkste Wirksamkeit und besten Lerneffekt.

In der praktischen Umsetzung ist der Gesundheitssport das wichtigste Modul. Dazu zählen Trainings für Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination. In Kombination mit Abhärtung durch Kneippsche Hydrotherapie oder kühlen klimatischen Bedingungen lässt sich so ein effektives Ganzkörpertraining erzielen. Nach der Bewegung folgt die Ruhe- und Erholungsphase mit individuellen balneologischen Maßnahmen wie Bädern und Massagen. Weitere wichtige Bausteine: alltagstaugliche Präventionsseminare für Ernährung und Schulungen für Bewegungs- und Entspannungstechniken. Dazu zählen die Klassiker Progressive Muskelrelaxation, Atemtechniken, Autogenes Training und moderne Body-Mind-Techniken wie Yoga, Qigong oder Tai Chi. Hinzu kommen ortsgebundene Heilmittel wie Moor, Meerwasseranwendungen und ortsspezifische Heilverfahren wie Kneipp- und Schrot-Therapie, Lehm und Heilkreide.

„Als Zeitraum für einen Gesundheitsurlaub ist eine dreiwöchige Präventionskur optimal“, sagt Angela Schuh. „Auch ein siebentägiges Kickoff-Programm mit diesen Modulen kann einen wirkungsvollen und nachhaltigen Anstoß für einen modifizierten Lebensstil bewirken.“

In der Hydrotherapie beispielsweise spielt Wasser ganz klar die Hauptrolle. Anwendungen mit warmem Wasser wirken sich für Haut und Muskulatur durchblutungsfördernd und somit positiv auf den Bewegungsapparat aus. Wärme entspannt dabei nicht nur körperlich, es wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus. Die kalten Anwendungen härten ab und sorgen für ein gutes Immunsystem. Die Kneipp-Therapie gilt hier als bekanntestes Naturheilverfahren und ist heute aktueller denn je. Die vor knapp 200 Jahre alte Therapie des Pfarrers Kneipp setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen: Wasser (Hydrotherapie), Heilpflanzen (Phytotherapie), Bewegung (Kinesiotherapie), Ernährung (Diätetik) und psychische Balance (Lebensführung/Ordnungstherapie).

Kneipp kann mehr

In der Klima- und Thalasso-Therapie können Berge und Meer bei Lebensstiländerungen helfen. Im Mittel- und Hochgebirge wirken gut dosierte, fachlich angeleitete Maßnahmen schonend und entlastend auf die Gesundheit und lindern insbesondere chronische Erkrankungen von Haut und Atemwege. Zudem beugen UV-Strahlen der Sonne (wohl dosiert) über die Vitamin D-Synthese Krebserkrankungen aller Art, Multiples Sklerose und Diabetes vor, so Angela Schuh. An Nord- und Ostsee wirken Sonne und Meeresklima kombiniert mit Anwendungen aus Algen, Schlick und Salz heilend und präventiv.

Kneipp-Therapie, Medizinische Bäder, Peloidäder und -packungen wie Moor, Fango, Schlick, Schlamm, Kreide und Algen, Schrothkuren, Inhalationen und Trinkkuren: Diese balneologischen Anwendungen zählen zu den Klassikern in deutschen Kurorten. Heute unterstützen die heilenden Methoden eingebettet in moderne Konzepte der Spa- und Gesundheitszentren die Lebensstilveränderungen der Gäste.

Natürlich spielt auch das Essen in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle – insbesondere in der Ernährungstherapie. Zu den bekannten Methoden zur Ernährungsumstellung zählen beispielsweise die Schrothkur und F. X. Mayr. Im Fokus: eine reichhaltige Ernährung mit Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Außerdem regelmäßige Mahlzeiten und anregende Tischgespräche statt Fernseher, Laptop und Handy.

Wonach sucht der Gast?

Die Palette an traditionellen Europäischen Heilmethoden ist also groß. Hat sich ein Hotel auf ein Heilverfahren geeinigt, gilt es, dies optimal zu kommunizieren und Gästen im Angebotswirrwarr Orientierung zu bieten. Spa-Experte Franz Linser beobachtet am Markt derzeit eine interessante Verschiebung in der Nachfrage- und Buchungslogik. Suchten Gäste bislang vor allem nach bekannten Anwendungsformen wie Kneipp, Schrothkur, Thalasso oder Ayurveda, so treten diese mehr und mehr zugunsten von allgemeineren, aus der Sicht des Gastes lebensstilrelevanteren Angebotsformen in den Hintergrund. So interessierten sie sich vielmehr für Themen wie Detox, Gewichtskontrolle, Stressreduktion oder Reizregulation. Und nach diesen Gesichtspunkten selektierten sie immer häufiger Hotels und Destination.

„Für den Konsumenten ergibt sich so eine deutlich größere Palette an Möglichkeiten“, sagt Gesundheitsexperte Linser. Ist das primäre Buchungsmotiv zum Beispiel Detox, so könne der Gast die gewünschte Entgiftung entweder mit Schroth, F. X. Mayr, Fasten oder ayurvedischen Anwendungen erreichen. „Das Kaufmotiv hat sich von einer konkreten Anwendungsform auf eine höhere Lebensstilebene verlagert“, ist Linser überzeugt. „Darauf müssen sich die touristischen Anbieter einstellen.“ 




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland