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Welt am Sonntag
15. Februar 2014
Welt am Sonntag

Kleine Auszeiten vom Alltagsstress - Autorin: Simone Jacobius

Von 53 Gütesiegeln für Wellness-Reisen sind nur neun wirklich hilfreich bei der Orientierung

Vorbeugen ist besser als heilen. Das wussten schon die alten Griechen. "Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente", empfahl bereits der Arzt Hippokrates rund 400 Jahre vor Christi. Heute ist Hippokrates' Philosophie so aktuell wie nie. Denn Wellness boomt. Das Wort setzt sich zusammen aus dem englischen "wellbeing" (Wohlbefinden) und fitness. Damit wird auch deutlich, was zu einem Wellness-Urlaub gehören sollte: Entspannung und Sport.

Untersuchungen zeigen: Etwa acht Prozent der Deutschen sind bereit, für ihre eigene Gesundheit auch eigenes Geld in die Hand zu nehmen. Davon profitieren unter anderem die Anbieter von Wellness-Reisen, die weiterhin boomen. So ist der Marktanteil an Wellness-Reisen 2013 um 24 Prozent gestiegen, der Anteil des Gesamt-Reisemarktes hingegen nur um sieben Prozent. Es sind jedoch meistens die kleinen Fluchten aus dem Alltag. "Die wenigsten Deutschen verleben einen richtigen Wellness-Urlaub in Deutschland. Meist sind es nur zwei bis vier Tage, um in der Alltagshektik mal wieder durchzuatmen", erklärt Michael Altewischer, Geschäftsführer bei Wellness Hotels & Resorts. Bei längeren Wellness-Reisen zieht es die Deutschen eher in sonnensichere Gegenden. Beispielsweise zu einer Thalasso-Kur nach Marokko oder Ayurveda nach Indien.

Die Klientel der Wellness-Liebhaber hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt. So waren es Anfang der 90er-Jahre, als der Wellness-Trend anfing, vor allem Frauen, die sich eine Auszeit gönnen wollten. Heute sind Männer und Frauen gleichermaßen dabei. Anfang 2000 war es vor allem die Altersgruppe "45 plus", die Wellnessurlaub machte. "Inzwischen haben wir auch viele Paare aus der Altersgruppe 25 bis 35, die gezielt etwas für sich tun wollen. Sie sind sehr experimentierfreudig und wollen nicht nur Ruhe und Streicheln, sondern auch Sport, Entspannungstechniken und bewusstes Essen", weiß Altewischer. Sie würden sehr viel selbstverständlicher mit den Themen Sport und Gesundheit umgehen, als die Älteren.

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Überhaupt würden sich die Deutschen inzwischen im Wellness-Bereich sehr viel besser auskennen als noch vor wenigen Jahren. "Die meisten wissen genau zu unterscheiden, was Nonsens ist und was wirklich hilfreiche Anwendungen für ihre Gesundheit sind", sagt der Wellness-Experte. Dennoch stehen viele hilflos vor der Flut an Wellnessangeboten. Gütesiegel sollen Orientierung bieten, doch die wenigsten halten, was sie versprechen, hat die Stiftung Warentest bei ihrem Test im Oktober letzten Jahres herausgefunden. Von 53 geprüften Gütesiegeln sind ihrer Meinung nach nur neun wirklich hilfreich. Die Gütesiegel vom Deutschen Wellness Verband, von EuropeSpa, Wellness-Hotels & Resorts, Wellness Stars und vom Deutschen Medical Wellness Verband haben positiv abgeschnitten, unter anderem auch, weil die Träger dieser Siegel regelmäßig überprüft werden.

Die Kriterien, die diese Verbände für die Verleihung des Siegels ansetzen, sind fast bei allen gleich: ein Spa-Bereich, Vitalküche, qualifizierte Mitarbeiter, Sportangebote. Eine Sauna alleine macht noch kein Wellnesshotel aus. Bewegung an der frischen Luft, Kochkurse und eine Ernährungsberatung gehören im Idealfall genauso dazu wie Massagen, Sauna und entspannende Bäder. Das Siegel Wellness-Hotels & Resorts erhalten beispielsweise nur Einrichtungen, die besonders viel Entspannung und gesunde Ernährung bieten. Pluspunkte gibt es noch für Massagewannen, einen Meditationsraum, Qi-Gong und Yogastunden oder andere Entspannungstechniken.

Rund 50 ausgewählte, meist inhabergeführte Hotels im Vier- und Fünf-Sterne-Bereich gehören inzwischen dazu. Alle Hotels liegen in der Natur, am häufigsten im Schwarzwald und in Bayern. "Jeder Kunde muss selbst entscheiden, was für ihn das Beste ist. Ist es das große Hotel, in dem Anonymität gewahrt ist, oder lieber das kleine kuschelige, wo der Chef abends noch mit jedem Gast einzeln plaudert", meint Altewischer. Da jeder Gast anders ist, müssen auch die Angebote vielseitig sein. Denn nicht jeder entspannt bei den gleichen Dingen. Ebenso, wie es für manche das Meer sein muss, während es für andere die Berge sein sollen. Und der Wellness-Experte Altewischer, wo entspannt der am besten? "Wandern in der frischen Luft sorgt bei mir für Bodenhaftung und bläst den Kopf frei."




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland