Meine Wellnesszeit 3 & 6 Tage

Sie möchten in den Wellnessurlaub? Wir haben 3- & 6-Tages Angebote für Sie! 

Katalog bestellen

Den Wellness-Hotel Katalog jetzt herunterladen oder kostenfrei bestellen!

Kurz mal anfragen

Hier können Sie bequem bis zu vier Wellnesshotels gleichzeitig anfragen!
 

Wellness-Gutschein verschenken

Sie möchten jemanden etwas wirklich Gutes tun? Verschenken Sie Entspannung!

27. August 2011
AHGZ - Der Hotelier – Auflage: 19.800

Lieber allein oder gemeinsam stark? Autorin: Elke Birke

Wellness-Kooperationen versprechen dem Hotelier Unterstützung bei Marketing und Vertrieb und noch mehr. Aber was leisten sie wirklich? Und welcher Partner passt zu wem?

Gäste sehnen sich nach Wohlbefinden und Lebensfreude. Hoteliers hoffen, durch diese Urlauber mehr Umsatz erzielen. Dafür investieren sie in Wellness-Quadratmeter, kreieren Konzepte oder setzen auf „Me-too"-Angebote. Sie versprechen Qualität und individuelle Ansprache durch freundliche Mitarbeiter. Das Angebot wird breiter, der Wellnessgast erfahrener und kritischer. Eine Herausforderung für jeden Hotelier.

 

Der Hotelier 3

 

Der Hotelier 4

 

Ist ein Wellnesshotel mit einem Partner an seiner Seite erfolgreicher? „Das ist zunächst seine Frage des Konzeptes, des Budgets und der Innovationskraft", meint Spa-Beraterin Dagmar Rizzato. „Je mehr Kreativität und Alleinstellungsmerkmale, umso größer sind die Chancen für PR-Veröffentlichungen." Wer im Einheitsbrei schwimmt, hat es schwer, sich zu positionieren und die gewünschte Zielgruppe zu finden. Aber: Marketing-Kooperation sind keine Allheilmittel, betonen Dagmar Rizzato und Spa-Experte Wilfried Dreckmann übereinstimmend. Die Mitgliedschaft entbinde den Hotelier beispielsweise nicht von seinen Marketing- und Qualitätspflichten. Keine Vereinigung könne ein Haus füllen. Wer das glaubt, wird enttäuscht. „Aber es ist als Mitglied einer Kooperation in vielerlei Hinsicht leichter", so Dreckmann.

 

Die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft sind nicht immer einfach zu erfüllen. Der Kriterienkatalog für die Aufnahme in die bekannten Kooperationen Wellness-Hotels-Deutschland (WHD), Premium Selection, Deutscher Wellnessverband (DWV), Healing Hotels of the World und Vereinigung Wellness Stars ist umfangreich. Fünf wichtige Punkte fordern alle gleich: sehr hohes Qualitätsbewusstsein; größtmögliche Individualität; Angebote für Entspannung, Bewegung, Ernährung und Mentales; qualifizierte Mitarbeiter sowie persönliche Betreuung der Gäste. Der Premium Selection Club nimmt nur inhabergeführte Häuser mit dem Zertifikat „Premium" vom DWV auf. WHD ab gehobenem 4-Sterne-Niveau und Wellness Stars Hotels ab 3 Sternen. Doch zu allererst sollte sich ein Hotelier kritisch fragen: Bin ich kooperationsbereit und -fähig? „Der bloße Abruf von Leistungen hat noch nichts mit Kooperation zu tun", sagt Lutz Hertel, Vorsitzender des DWV. Erst danach sollte der Unternehmer genau klären: Wer passt zu uns - zu wem passen wir? Jede Kooperation hat eine Philosophie, die ein Hotelier mit der eigenen Einstellung in Einklang bringen muss.

 

Ein weiteres Kriterium sind die Leistungen: Trends beobachten - besser noch setzen; Standards entwickeln, trainieren und kontrollieren; Umweltmanagement ausüben; Benchmarking konsequent betreiben; Schulung der Mitarbeiter durchfuhren; aktiv Markenbildung praktizieren. Experten raten zudem: Genau abfragen, wie hoch die tatsächlichen Jahreskosten sind.

 

Mitglied in drei Kooperationen

Das Strandhotel Georgshöhe auf Norderney ist Mitglied gleich in drei Kooperationen und trägt das Qualitätssiegel „Premium Exzellent" des DWV. Mit dem Bau der Wellness-Landschaft 2006 setzte Inhaber Karl-Hans Sigges den Marketing-Schwerpunkt auf Wellness. „Zuerst warb WHD um uns, später der DWV mit der Qualifizierung, daraus ergab sich die Kooperation mit Premium Selection, und zuletzt folgte die Partnerschaft mit Healing Hotels of the World", so

 

Sigges. Jede Kooperation biete Vorteile: vom Mystery- Check über themenbezogene Seminare bis hin zu gemeinsamen Werbeaktionen. Eine eigene Marketingabteilung sei im Hotel daher nicht erforderlich. Die jeweiligen hochwertigen Partnerhotels waren ein zusätzliches Kriterium für Sigges. „Für mich spielt der Erfahrungsaustausch untereinander eine große Rolle."

 

Beim Blick auf das Leistungsspektrum spielen je nach Kooperation individuelle Beratung, interner Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch eine wichtige Rolle, sowie Schulungen, Crossmarketing, Messeauftritte, Buchungsmaschinen, PR- Arbeit und Internet.

 

WHD gibt den Mitgliedern zudem ein straffes Umweltmanagement vor. „Als Pionier und Wegbereiter geben wir unserer Marke gemeinsam mit unseren 50 Partnern eine klare Markenpersönlichkeit. Sie spiegelt sich in unserer Philosophie wider - individuell, sinnlich, nachhaltig", so Geschäftsführer Michael Altewischer.

 

Premium Selection schult in erster Linie zweimal jährlich zwei Tage die Inhaber der zwölf Mitglieds-Domizile. Darüber hinaus wird jeder Partner individuell betreut und beraten. „Wir verstehen uns als Wertegemeinschaft, nicht als weiterer Marketingverbund", betont Wellness-Pionier Lutz Hertel. Im Fokus steht die persönliche Betreuung der Gäste und ein wertschätzenden Umgang der Unternehmer miteinander.

 

Wellness Stars bietet keine Mitgliedschaft im klassischen Sinne. Die auserwählten, vom Tüv Rheinland zertifizierten Hotels können sich entweder mit einem Baustein-System oder mit Media-Paketen an den Marketing- und Vertriebsaktionen der Wellness Stars einbuchen.

 

Als Basisgebühr zahlen die Partner (62 Hotels, 27 Thermen, zehn Medical-Wellness-Einrich-tungen) eine jährliche Gebühr für die Markenlizenz sowie eine Pauschale für Marketing- und Kommunikation. Die Vereinigung versteht sich als Impulsgeber, der Wege und Lösungen aufzeigt und motiviert. „Wir wollen Gästen und Betreibern vermitteln, dass eine luxuriöse und großzügige Hardware gut und wichtig ist, aber ohne ein fundiertes, stimmiges Konzept und einen hoch qualifizierten Umgang mit dem Gast, nichts wert ist", sagt Geschäftsführerin Elisabeth Weber.

 

Die durchschnittliche Auslastung der Partner-Hotels von WHD, Premium Selection und Wellness Stars liegt zwischen 75 und 90 Prozent.

 

Familie Schillinger vom Kur- und Sporthotel Lauterbad baut fast ausschließlich auf die eigene Marken-Strahlkraft: „Wir haben seit 1986 schrittweise ein Wellnesskonzept entwickelt, das nur auf unser Haus abgestimmt und nicht kopierfähig ist. Ebenso legen wir in der Architektur den Fokus auf Einzigartigkeit", sagt Herbert Schillinger. Die Schwarzwälder haben dabei den

Qualitätsanspruch und die betriebswirtschaftliche Situation nach eigenen Angaben immer mehr verbessert. Durch die Zusammenarbeit mit Wellness Stars wird das Hotel zusätzlich regelmäßig durch den Tüv Rheinland zertifiziert. Schillinger vermarktet das Haus mit einem ausgereiften Marketing-Mix selbst. Das trägt Früchte: Seit mehreren Jahren liegt die Auslastung des heutigen 4-Sterne superior-Hotels zwischen 89 und 94 Prozent.

 

Schillinger betrachtet die Zusammenarbeit mit Organisationen kritisch: „Sie verschlucken zunächst einen erheblichen Anteil der Beiträge für Administration und Gehälter." Der klägliche Rest werde dann für Marketing eingesetzt. Der Kosten-Nutzen-Vorteil stehe in überhaupt keinem Verhältnis. „Wir können nur empfehlen, die Vermarktung selbst in die Hand zu nehmen. Dann weiß man wenigstens zu welchem Fenster man das Geld hinauswirft."

 

Siegel überzeugt Gäste

Für Hoteldirektorin Petra Bensemann vom Das Ahlbeck Hotel & Spa auf Usedom, wirkt das Qualitätssiegel des DWV überzeugend auf die Gäste. Das Designhotel darf sich seit 2008 wiederholt mit dem Prädikat „Premium Exzellent" schmücken. Es wirkt sich laut Bensemann entscheidend auf die Buchung der Gäste aus. „Das Qualitätssiegel verpflichtet uns an 365 Tagen im Jahr eine überdurchschnittliche Qualität zu erbringen." Die Direktorin beteiligt sich darüber hinaus an den Vermarktungsprojekten der Usedom Tourismus GmbH. Die durchschnittliche Auslastung liegt laut Petra Bensemann „sehr weit über 50 Prozent".

 

„Für Hoteliers ist mit oder ohne Kooperation die laufende Selbstreflexion und Weiterentwicklung des eigenen Konzeptes erforderlich,", betont Dagmar Rizzato. Dabei dreht es sich immer wieder um Inhalt, Servicequalität, Gastorientierung und Konsequenzen. Wilfried Dreckmann ergänzt: „Marketing-Kooperationen sind nur dann wirklich gut, wenn sie von innen gelebt werden." Kooperieren bedeute nicht: Einer operiert und der andere schaut zu. Kooperation sei vielmehr die Kunst der gemeinsam koordinierten Arbeit. „Das erfordert gerade bei inhabergeführten Hotels ein gerütteltes Maß an Willensanstrengungen."

 

http://www.ahgz.de/




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland