Das Wellness-Lexikon der Wellness-Hotels & Resorts

Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub

Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.



Moxibustion - ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die Moxibustion (auch Moxa-Therapie, Moxa oder moxen) ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin, einem seit langer Zeit bewährten Behandlungssystem. Moxibustion hat ihren Ursprung in den kalten Bergregionen Nordchinas und dient dazu – den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin folgend – genau diagnostizierte Kälte- und Leerezustände des Körpers zu behandeln. Dazu werden vorher definierte Punkte auf der Körperoberfläche entlang der Meridiane (Leitbahnen, auf denen gemäß den Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin die Lebensenergie Qi fließt) durch Erwärmen stimuliert. Das Erwärmen erfolgt über das Abbrennen von kleinen Mengen Moxakraut. Hierbei handelt es sich um getrockneten Beifuß, eine Heil- und Gewürzpflanze, die langsam und gleichmäßig abbrennt und eine besonders milde und tiefenwirksame Wärme erzeugt.

Der chinesischen Vorstellung nach vertreibt die von außen zugeführte Wärme die energetische Kälte und Nässe, fördert den Qi-Fluss und stärkt das Yang. (Yang steht für Körperwärme und Körperkraft). Moxibustion dient nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin nicht nur der Behandlung von Krankheiten sondern besonders auch der Vorbeugung. Nach westlicher Vorstellung verbessert die Moxibustion die Durchblutung des Gewebes, regt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Basis jeder Moxibustionsbehandlung ist eine ausführliche Diagnose auf Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin. Moxibustion kann z.B. bei Asthma, Bronchitis, chronischen Schmerzzuständen, Muskelverspannungen oder auch Rückleiden angewendet werden.

Während man in China und Japan die Moxakegel direkt auf die Haut aufsetzt (direkte Moxibustion) und die dabei entstehenden Blasen als Teil der Therapie sieht, wird in Europa die schonendere, indirekte Moxibustion, angewendet. Dies geschieht z.B. durch mit Beifuß beschichtete Moxa-Pflaster, die an bestimmten Punkten aufgeklebt werden und dort Wärme erzeugen. Da die Pflaster einfach zu handhaben sind, sind sie auch für den Selbstgebrauch geeignet.

Nicht angewendet werden darf die Moxibustion im Gesicht, am Kopf oder in der Nähe von Schleimhäuten. Bei nicht sachgemäßer Anwendung kann es zu Verbrennungen mit Blasen- bzw. Narbenbildung kommen.


Verwandte Themen: Qi , Meridiane , Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
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