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REGIO Magazin
1. Mai 2009
REGIO Magazin [05/2009]

Romantisch, bescheiden und mit diskretem Charme

Das Saanenland lockt mit unversehrter Natur

Das Saanenland gibt sich gerne bescheiden. Dabei kann die idyllische Hügellandschaft im Berner Oberland mit vielen Superlativen trumpfen. Die Natur ist unversehrt wie kaum sonst irgendwo, der alpine Bauernstand ist nicht nur noch Farce, sondern angesichts rund 300 aktiver Landwirte und annähernd 100 bewirtschafteter Alpen im Sommer tatsächlich ein wichtiger Erwerbszweig in der Region. Und hinter den behäbigen Holzfassaden der Chalets und Hotels tun sich häufig beeindruckende Luxuswelten auf, die nicht nur riesengroß, sondern an Exklusivität nur schwer zu toppen sind. "Damit gehen wir hier oben aber nicht gerne hausieren", sagt Stefan Walliser, Direktor im einladenden Fünf-Sterne-Plus-Hotel Ermitage-Golf in Schönried, in dem vor fünf Jahrzehnten schon die Fürstenfamilie von Monaco residierte und später sogar einmal John F. Kennedy.

 

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Das Ermitage, in dem sich bis dato auch noble, schillernde und prominente Persönlichkeiten die Klinke in die Hand geben, ist deshalb immer bodenständig geblieben und bringt grundsätzlich jedem Gast die gleiche Herzlichkeit entgegen. "Das ist unsere Philosophie", erklärt Walliser, der auch davon spricht, dass Diskretion das oberste Gebot ist. Nicht nur im sympathischen 160-Betten-Hotel, sondern in der gesamten Region rund um den Nobelort Gstaad, der genauso wie Schönried und Saanenmöser zur Gemeinde Saanen gehört. Hier würden die Menschen im Urlaub nicht zeigen wollen, was sie auf dem Konto haben. Vielmehr wollten sie genießen und in Ruhe gelassen werden.

 

"Wer einflussreich oder prominent ist und hierher kommt, hat das Zur-Schau-stellen in der Regel nicht nötig", erklärt er weiter und verkauft seit einigen Jahren erfolgreich Genuss und Behaglichkeit, Wellness und Schönheit, Bewegung und Entspannung sowie vor allem herzliche eidgenössische Gastfreundschaft. Nicht nur an ein mehr oder weniger gut betuchtes Klientel übrigens, sondern auch an "ganz normale Gäste", die sich einfach einmal etwas Besonderes gönnen wollen. Viele sind Stammgäste. Sie reisen überwiegend (zu 70 Prozent) aus der gesamten Schweiz an, aus Deutschland, Frankreich und den Beneluxländern. Sie sind meist 40 Jahre oder älter und erklärte Genießer. Auch Familien kommen immer wieder. Dass allerdings so mancher Gast auch schon einmal dort sein will, wo Prominente Ferien machen, räumt der Hoteldirektor gerne ein.

 

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Sowohl im Winter als auch im Sommer ist das Ganzjahreshotel indessen hervorragend gebucht, und auch was die Zwischensaisonzeiten angeht wird mittlerweile mächtig an Boden gewonnen. Genauso übrigens wie in den anderen (zum Teil ebenfalls hoch dekorierten) Hotels im Saanenland. Dabei gibt es in dem traumhaft gelegenen Landstrich nicht gerade eine pralle Masse an Hotelbetten. Gerade einmal 2.500 sind es in Gstaad und allen anderen Dörfern rund um Saanen.

 

Angesichts von rund 10.000 Chaletbetten, von denen gerade einmal nur knapp die Hälfte auch einmal an Urlauber vermietet werden, ist das eine äußerst geringe Zahl, die nach Angaben von Roger Seifritz als Direktor des Gstaad-Saanenland Tourismus eigentlich zwingend erhöht werden müsste. Gerade in Spitzenzeiten sei die Nachfrage nach Hotelbetten oft höher als die vorhandene Kapazität.

 

Dabei ist es nicht so einfach möglich, ein Hotel zu bauen. Erstens sind die Baulandreserven knapp, die meisten der noch bebaubaren Grundstücke sind in privater Hand und vergleichsweise teuer. Und zweitens sind die Bauvorschriften streng. Bereits seit den 50erJahren dürfen Häuser nur noch im Chaletstil errichtet werden. Die traditionelle Architektur soll erhalten werden, die Ortsbilder und die prächtige Naturkulisse müssen zwingend intakt bleiben. Auch der avisierte 20-Zimmer-Anbau mit der neuen Küche an das Ermitage-Golf-Hotel ist Walliser zufolge nicht so einfach in die Tat umzusetzen. Es gibt rigide Umweltvorschriften und Richtlinien, die es lange Zeit ein wenig ungewiss machten, wann es tatsächlich los gehen könnte mit dem Projekt. Er hofft jedoch, dass es bald voran geht mit dem Anbau. Und auch das heutige Haus zeigt sich noch gar nicht allzu lange in der jetzigen Dimension: Als die beiden jetzigen Eigentümer Heiner Lutz und Laurenz Schmid 1977 zum ersten Mal einen Fuß auf Schönrieder Boden setzten, ließen die Bauern rund um das Hotel noch ihre Kühe weiden. Und erst 1979 konnte schließlich im Haus das erste Solbad in den Alpen und auf 1.200 Meter Höhe eingeweiht werden. Weitere An- und Umbauten folgten - immer sehr behutsam, vorsichtig und an den örtlichen Gegebenheiten orientiert.

 

Vor zehn Jahren stellte man schließlich die komplette Heizung auf eine örtliche und zentrale Holzschnitzelanlage um, die für etwa 50 Prozent der Gebäude in Schönried genutzt wird. Noch immer wird dort Sturmholz, das nach dem Jahrhundertorkan "Lothar" anfiel, verbrannt. Eine ökologische Forstwirtschaft wird für Nachschub sorgen. Und auch in Saanen wurde jüngst eine neue Fernwärmezentrale, die nur mit Holz aus der Region betrieben wird, in Betrieb genommen. Zudem gibt es auch eine zentrale Hotelwäscherei, die den Energieverbrauch effizient bündeln soll.

 

Diese Art von Reglement, Ökologiebewusstsein und die behutsame Pflege der ländlichen Romantik machen sich bezahlt. Die Tourismusmacher im Saanenland sind sehr zufrieden mit der Entwicklung, die im Vergleich deutlich besser ist als in den anderen Bergregionen der Schweiz. Von Rekordjahren seit 2001 in Folge berichtet Seifritz, der "alpine Echtheit" und Berghüttenlager auf Stroh genauso vermarktet wie die Prestigedestination Gstaad. Das 20-Millionen-Chalet neben dem Miststock ist ebenso Realität wie die 7.500 Kühe, die neun Millionen Liter Milch im Jahr liefern und für eine Bauernatmosphäre in den Dörfern sorgen. Es gibt haufenweise Gault-Millau-Punkte und sehr viel Edelgastronomie, aber auch authentische Stallbeizli und urige Raclette- und Fonduewirtschaften, in denen nicht allzu tief in die Tasche gegriffen werden muss.

 

In der noblen Fußgängerzone von Gstaad wird jedoch alles verkauft, was exquisit und teuer ist. Und das in Nachbarschaft zu kleinen Käsereien und Geschäften für den täglichen Bedarf. Dass einem beim "Poschten" schon einmal Julie Andrews, Gunter Sachs,Liz Taylor oder der französische Alt-Rocker Johnny Hallyday begegnen, ist nicht ungewöhnlich. Dabei sind die vielen Promis auch deshalb in Gstaad und nicht in St. Moritz oder Zermatt, weil sie wissen, dass es hier keine Bustouristen und Autogrammjäger gibt. "Hier arbeiten die Tourismusleute und die Verkehrsbüros wie Geheimdienste", hat der Formel-I-Impresario Bernie Ecclestone einmal über seine Wahlheimat Gstaad gesagt. Mit zwei Freunden hat er einst den bankrotten Bergbahnen auf den Diablerets-Gletscher mit einer 18-Millionen-Franken-Geldspritze geholfen und hat sich zum Ziel gesetzt, die Region bekannter zu machen.

 

Dabei ist das gar nicht unbedingt nötig. Eingeweihte kennen das Saanenland sowieso - etwa haben von den 300 Reichsten im Wirtschaftsmagazin Bilanz etwa ein Drittel einen Bezug nach Gstaad als Hauseigentümer oder regelmäßiger Feriengast. Und viele andere kommen, weil sie nicht"Attraktionen abrattern" wollen, sondern als Individualgast das intakte Naturerlebnis suchen. Es gibt viel Wald, Grünfläche, Bäche und Seen, dazu die imposanten Berner Alpen im Hintergrund mit 3.000 Meter hohen Bergriesen. Die Wander- und Erlebnismöglichkeiten sind mit einem 300 Kilometer umfassenden Wanderwegnetz äußerst vielfältig, die Mountainbiketrails geben sich reizvoll, der 8-Loch-Golf-Platz ist obligatorisch und im Winter ist das Saanenland ein Skidorado für Langlauf, Pisten- und Freeridefreaks mit allen Schwierigkeitsgraden. Auch sportliche und kulturelle Veranstaltungen sorgen für einen hohen Bekanntheitsgrad, darunter die internationale Heißluftballonwoche, die Allianz Suisse Open oder das Menuhin Festival mit etwa 40 hochkarätigen klassischen Konzerten.

 

"Dennoch müssen wir die Nachhaltigkeit stärken", propagiert Seifritz, der sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen will. Ein Ziel übrigens, das auch Stefan Walliser verfolgt - etwa im Bereich Wellness. Sein Haus gehört zu den fünf Hotels in der Region, die neben den klassischen Wellness- und Spa-Angeboten alle Facetten moderner Wellnessdestinationen abdecken und gesellt sich unter dem Dach des W-H-1 (Wellness-Hotels & Ressorts International) zu den vom TÜV geprüften Spitzenhäusern der Wellnesshotellerie überhaupt. Das Saanenland ist einziger zertifizierter Wellnessort im Berner Oberland und eines von nur sechs zertifizierten Zielen in der gesamten Schweiz.

 

Über diese Vorzüge allerdings will Stefan Walliser nicht allzu viel Worte verlieren. Sie sind für ihn selbstverständlich und dennoch eine gewichtige Grundlage. Sie sollen helfen, die Hotelbetten im "Ermitage-Golf' das ganze Jahr über zu füllen. Und das auch im Frühjahr oder im Herbst, wenn gerade keine Hochsaison ist. Dabei wird deutlich: Nicht nur Bescheidenheit und Diskretion sind Tugenden, die in dieser charmanten Ferienregion gerne gepflegt werden. Zurückhaltung ist ebenfalls Teil der Wohlfühl- und Genussphilosophie.




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland