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1. März 2013
Top Hotel [3/13]

Spa-Trends aus den USA

Ist der zehnte Report des US-Portals SpaFinder für die Wellnesshotellerie hierzulande von Bedeutung? Europäische Spa-Experten haben sechs von insgesamt zehn Prognosen von Susie Ellis unter die Lupe genommen.

Susie Ellis, Präsidentin des SpaFinders und Gastrednerin beim diesjährigen ITB-Fachforum Wellness in Berlin, erklärt zum Jubiläum ihres renommierten jährlichen Reports: »Vieles hat sich in den vergangenen zehn Jahren in der US-Spa- und Wellnesswelt ereignet. Unsere Vorschau 2013 zeigt, dass sie sich weiterentwickelt hat: vom reinen Verwöhnen hin zu individueller, funktionaler, gesundheitsorientierter Wellness.« Nachfolgend sechs ihrer insgesamt zehn Prognosen, kommentiert von europäischen Spa-Experten.

 

Top Hotel

 

Marktentwicklung:

Gesundheits-Hotels

Der Gast ist beim Auschecken weniger gesund als beim Einchecken – dieses Urlaubskonzept hat laut Susie Ellis keine Zukunft. Der Begriff Urlaub erfährt eine neue Definition, denn »herkömmliches Verreisen können sich Menschen auf der Suche nach der dringend benötigten Erholung heutzutage nicht mehr leisten«. Aller Voraussicht nach werden daher weit mehr Hotels gesundheitsorientierte Angebote im Programm haben, dazu eine Wellnessumgebung, die echte Revitalisation ermöglicht und in der Gyms und Spas nicht mehr nur angenehmes Zubehör sind. Etablierte Hotelketten entwickeln Marken mit Wellnessangeboten als ganzheitliches Konzept. Den Wünschen der Gäste entsprechende Speisen und Getränke (glutenfrei und vegane Menüs) werden Standard. Dazu Spa-Consultant Wilfried Dreckmann (www.spa-project.eu): »In diesem Angebot sehe ich nicht so sehr einen Trend als vielmehr eine Option für die Hotellerie. Das Kerngeschäft bleibt der Verkauf von Betten, darüber hinaus zählt die Marktausrichtung. Je konkreter und konsequenter das Hotelkonzept, desto erfolgreicher ist es. « Es sei ein Umdenken bei den Gästen zu erwarten: »Gesundheit, Wellness und Fitness werden innerhalb des Lebensstils immer größeren Raum einnehmen.«. 

 

Konzept: Authentizität

Der SpaFinder macht sich stark für mehr authentische Wellnesserfahrungen in Spas mit glaubwürdiger Optik und Atmosphäre. Dies betrifft exotische Programme aus dem Erfahrungsschatz vieler Völker mit Übungen, Meditation, Massagen und Kräutermedizin. Darunter fallen neben Anwendungen nach der indischen Ayurveda-Lehre auch die traditionellen türkischen und römischen Bäder, russische Saunen und auch neuartige natürliche Heilmethoden – einige davon in Räumlichkeiten mit schickem historischen Design, andere eingerichtet in alten Thermen oder in modernisierten Gebäuden. Wilfried Dreckmann: »Zu Recht beklagt Susie Ellis die ›Light‹-Versionen – zum Beispiel von ayurvedischen Anwendungen – und fordert hier Authentizität. Dieser Trend ist bei uns nicht gerade neu. Und manche ›neue‹ Behandlung mit exotischem Hintergrund ist im Grunde nichts anderes als Marketing.« Er rät der Wellnesshotellerie stattdessen nur das anzubieten, was einen gesundheitsfördernden Effekt für den Gast hat. So könne man die gute Reputation der Wellnessbetriebe im deutschsprachigen Raum auch auf internationaler Ebene stärken – eine enorme Chance nicht  nur für den Hotelier, sondern auch für den Gast.

 

Nutzen schaffen: Erdung

Weil moderne Menschen immer mehr von der Natur abgeschnitten sind, bezieht sich die Erdung speziell auf Bewegungen, die den direkten Kontakt mit der Erdoberfläche fördern (barfuß laufen etc.). Dieses Erden des Körpers (Grounding) soll elektrische Naturrhythmen stabilisieren und krankheitserregende Entzündungen reduzieren. In den Spas ist verstärkt mit Anwendungen dieser Art zu rechnen. Grounding könnte aber auch auf andere Bereiche übertragen werden, indem man zum Beispiel mehr Wert auf echte Erlebnisse in der Natur legt. Das Abspielen von Hintergrundmusik mit Naturgeräuschen allein reicht nicht aus, um Defizite abzubauen, die durch mangelnden Kontakt mit der Natur entstehen. Der österreichische Spa-Experte Dr. Franz Linser (www.linser-partner.com) hält diesen Trend ebenfalls für eines der großen Themen ganzheitlich präventiver Gesundheitsstrategien: »Die Sehnsucht nach Erdung, nach Echtheit und Unverfälschtheit ist evident. Sie ist die logische Folge denaturalisierter Arbeits- und Lebenswelten und wird für die Wellnessanbieter in der gesamten industrialisierten Welt noch sehr bedeutsam werden.« Er ist sich sicher: »Je näher ein Angebot in der Natur platziert werden kann, desto besser. Wichtig dabei ist, dass die Natur nun nicht mehr mit Gewalt ästhetisiert wird, sondern bleiben darf, was sie ist: natürlich und schön – nicht kunstgedüngt und verballhornt. Sich ›erden‹ heißt demnach, wieder Kontakt aufzunehmen mit der Erde und sich zu verbinden mit dem Ganzen, dem Heilenden.«

 

Genome, Telomere und mehr

Jeder von uns hat 30.000 Gene und einen DNA-Code mit drei Milliarden Stellen. Aus dieser Erkenntnis erwächst nach Prognose des SpaFinders ein weiterer starker Gesundheitstrend: »Die Zukunft der Medizin besteht darin, diese Informationen für bahnbrechende Ansätze zu nutzen und so ein neues Zeitalter der prädiktiven, personalisierten Medizin einzuleiten – auf Basis des einzigartigen genetischen Profils eines jeden Menschen.« Mit individuellen genomischen Tests ließe sich beispielsweise lokalisieren, welche Krankheiten beziehungsweise gesundheitlichen Störungen durch spezifische Änderungen des Lebensstils unterbunden werden könnten. Susie Ellis: »Die Spa-Industrie ist an dieser Entwicklung beteiligt. Doch die vielleicht tiefgreifendsten Folgen für sie haben die Telomere, der einzige verformbare Teil der DNA. Sie können, wie Studien zeigen, durch Stressreduktion, Bewegung, Schlaf, gesündere Lebensmittel und Meditation repariert werden.« Dr. Linser teilt die Ansicht der US-Spa-Spezialisten, der zufolge die Zukunft der Gesundheitslehre in der personalisierten Medizin liegt: »Diese Entwicklung wird insbesondere für hochpreisige Medical Resorts sehr bedeutsam werden. Für die breite Masse der heimischen Anbieter bleibt ein individuell gentechnologischer Behandlungsansatz aufgrund des Geräteaufwandes und des notwendigen Fachpersonals wohl vorerst Zukunftsmusik.« Von größerer Bedeutung für die Branche könnten jedoch die jüngeren genom-spezifischen Erkenntnisse sein, die belegen, dass die Qualität der DNA sehr wohl durch den individuellen Lebensstil beeinflusst werde. Die Tatsache, dass Körper und Geist eines jeden Menschen ein Leben lang trainierbar bleiben und aus dem Lebensstil resultierende Erkrankungen weitestgehend reversibel seien, so Dr. Linser weiter, sei zwar großartig, jedoch seit Längerem bekannt. Dass diese Tatsache nunmehr auch in der DNA belegbar ist, werde eine rational denkende Spa-Klientel wohl freuen und vielleicht auch zu einem gesünderen Leben motivieren. Doch eines dürfe man dabei nicht vergessen: »Stressreduktion und Bewegung waren auch schon vor diesen Erkenntnissen nachweislich gesund.«

 

Nutzen schaffen:

Die Achtsamkeitsmassage

Als eine kreative Mischung aus den Ansätzen »Achtsamkeit« und »Körperarbeit« ist diese Massage eine tiefgehende Erfahrung, die Menschen hilft, intensiver und schneller zu entspannen. Man liegt nicht mehr nur auf der Massagebank; stattdessen verwendet diese Therapie Atemarbeit und Techniken wie den Körper-Scan. Dabei richtet der Behandelte seine Aufmerksamkeit auf jeden Teil des Körpers und auf die Wirkung, die von den Händen des Therapeuten ausgeht. Ausgeführt von einem Mitarbeiter, der das Prinzip der Achtsamkeit versteht, lässt sich hier eine ganz neue Dimension der Massage erfahren. Mit dem Fokus auf Achtsamkeit ist der SpaFinder nicht allein: Die Kooperation der Wellness-Hotels & Resorts hat Achtsamkeit zum Jahresthema 2013 gewählt. Geschäftsführer Michael Altewischer: »Die Fähigkeit, aktiv zu entspannen und den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen, gehört zu den Grundpfeilern von Wellness. Erfahrene Therapeuten in unseren Mitgliedshäusern möchten künftig den Gästen die Technik der Achtsamkeit näher bringen. Denn sie ist ein Kraftreservoir, aus dem wir Energie schöpfen können, wenn wir uns gestresst und müde fühlen.«

 

Zukunft: Wellness für alle

Mit einer massiven Alterung der Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten verschiebt sich der Fokus der Branche von luxuriösen Verwöhn-Programmen hin zur Bereitstellung von Wellness für Personen aller Alters- und Leistungsgruppen. Immer mehr Menschen werden Spas aufsuchen, um Heilung zu suchen oder den Körper funktionsfähig zu halten, ob durch schmerzlindernde und mobilitätsverbessernde Therapien, Ernährungsberatung oder die richtigen Formen von »Functional Fitness« für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder besonderen Bedürfnissen. Hiermit, so resümieren Dreckmann, Linser und Altewischer, wäre der Begriff Wellness dann wieder bei seinen Wurzeln angelangt: ein gesundheitsorientierter Lebensstil mit dem Ziel der persönlichen Exzellenz.




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland