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Natur Fitness
1. Oktober 2008
Natur Fitness – Auflage: 92.000 [11/2008]

Wandern – Turbo im Wellnessurlaub

Wellness wurde lange Zeit als passives Sich-Verwöhnen-Lassen falsch verstanden. Doch nur zusammen mit Aktivität wie Wandern stellen sich die gewünschten Erfolge ein. Ulrich Pramann über seine neuen Ansichten.

Abends, nach dem Fünf-Gänge-Menü, hatte uns Franz Tauber, der 73-jährige Seniorchef vom »Aktiv- und Vitalhotel Taubers Unterwirt« in Feldthurns in Südtirol, noch während der Weindegustation köstlich unterhalten. Kundig plauderte er, der gelernte Sommelier, über den schmackigen Vernatsch und den edlen Blauburgunder, über Mikroklima und große Jahrgänge, und zwischendurch durften wir die Weine, auf die er uns mit launigen Details neugierig machte, natürlich auch verkosten. Drei, vier, fünf, sechs, sieben interessante Weine lernten wir an diesem Abend noch kennen.

Und am nächsten Morgen um neun stand er, der Franz Tauber in seiner Eigenschaft als Wanderführer, schon wieder parat, um mit uns auf Wandertour zu gehen. Wir waren an diesem Morgen immerhin 17 Wanderer, die sich für die Seiser Alm bereit machten. Manchmal sind es 20, manchmal auch nur sieben, die ihm folgen - ihm, der seine Heimat wie seine Westentasche kennt und es versteht, unterwegs kurzweilig über das zu erzählen und zu erläutern, was wir beim Wandern passierten, sahen, erlebten.

Ein wunderbarer Wandertag. Und hinterher, am späten Nachmittag, ließen wir es uns im »Castanea« gut gehen, der schicken, hauseigenen, l000 Quadratmeter großen Wellnesswelt mit vier Saunen, lndoor- und Outdoorpoot und Beautybereich. Ein ideales Umfeld, um zu regenerieren. Und eine Massage, von fachkundiger Hand ausgeführt, sorgte dafür, dass müde Muskeln wieder fit wurden.

Wandern und Wellness, Wellness und Wandern passen bestens zusammen und ergänzen sich ganz besonders vorteilhaft - das wird jeder sagen, der diese Kombination schon einmal erlebt hat. Darauf setzen auch Wanderhotels, die sich zu Angebotsgruppen formiert haben. Wie Vitalpina Hotels (»bewegen & genießen«) in Südtirol, die Tiroler Wanderhotels oder die Europa Wanderhotels - sie haben sich voll auf die Bedürfnisse von Aktiv- und Wanderurlaubern ausgerichtet. »Wandern ist ein Turbo für den WelInessurlaub«, sagt Gerd Hübinger, vor elf Jahren Mitbegründer der Wellness Hotels Deutschland (»Zeit für Entdeckungen«). Der Gruppe gehören inzwischen 5o qualitätsgeprüfte Wellnesshotels an.

»Wellness ist ein bewusstes Sich-Engagieren für persönliche Exzellenz von Körper, Geist und Seele. Damit verstärken sich die Perspektiven für ein gutes und erfülltes Leben auf dramatische Weise«, erkannte der amerikanische Arzt Dr. john W. Travis, einer der Wellnesspioniere, schon in den 197oer-Jahren. Wellness wurde lange Zeit allerdings von vielen als passives Sich-Verwöhnen-Lassen verstanden.

Diese Einstellung ist natürlich noch immer verbreitet, aber mehr und mehr Wellnessgäste sind inzwischen aufgeschlossen für Aktivität, beobachtet Gerd Hübinger. »Alte Häuser liegen in den schönsten Wandergebieten, markierte Routen beginnen direkt vor der Hoteltür. Auf Wunsch stehen die erfahrenen Wellnesstrainer des Hotels mit Rat und Tat zur Seite. Sie kennen die besten Wanderwege, Rastplätze und Aussichtspunkte. Sie halten Kartenmaterial und Wanderpläne bereit, jede Menge nützlicher Tipps und Informationen, für die richtige Ausrüstung etwa, für eine optimale Vorbereitung oder auch Begleitung der Wandertour: Hilfen, die gerade dem Anfänger den Einstieg in dieses gesunde und schöne Hobby nachhaltig erleichtern.«

Wandern zieht. Auch für jüngere Leute ist Wandern attraktiv geworden. Das Durchschnittsalter von Wanderern liegt heute bei 42 Jahren, ermittelte die Sporthochschule Köln. Die jüngste Umfrage der Marburger Projektgruppe Wandern ergab sogar, dass der Anteil der 2o- bis 39-Jährigen sich innerhalb von zwei Jahren um die Hälfte erhöht hat. Für die Wanderforscher etabliert sich inzwischen eine »neue Wandergeneration der gebildeten Aufsteiger«. Mehr als 40 Prozent haben Abitur, also doppelt so viele wie in der deutschen Gesamtbevölkerung.

Das Kelkheimer »Zukunftsinstitut« von Matthias Horx nennt einen weiteren Trend, der den Aufstieg vom Wandern erklärt: »die Exotik des Vertrauten«. Heimat ersetzt Exotik, Vertrautes rückt an die Stelle des Importierten. Die gefühlte Kälte der Globalisierung lässt uns in den heimischen Wäldern Ausschau hatten nach neuen Geschmackserfahrungen und überschaubaren Erlebnissen.

Tatsächlich eignet sich der Ausdauersport Wandern - gepaart mit fachkundiger Wellnessanleitung hervorragend dazu, die körperliche Fitness zu erhalten und zu steigern. Herz, Kreislauf, Stoffwechsel, Atmung und Muskeln werden durch ausdauerndes Gehen (>>Laufen, ohne zu schnaufen<<) besonders wirkungsvoll und nachhaltig gestärkt. Auch die Fettverbrennung ist effizienter als bei jenen, die mit viel zu hoher Drehzahl ihren Sport ausüben und sich dabei völlig auspowern. Wandern bewirkt aber noch mehr: Es fördert die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung; davon profitiert auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Diesen Effekt pries schon Goethe: »Die besten Gedanken kommen mir beim Wandern.«


Wandern tut der Seele gut, zumal wenn wir uns in einer schönen Landschaft bewegen. Auch das macht Wandern zu einem idealen Wellnesssport. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Menschen, die sich »mäßig, aber regelmäßig« bewegen, ausgeglichener und psychisch stabiler sind als jene, die sich in ihrer Freizeit bloß auf der Couch lümmeln.

Wandern ist Wellness für Füße, Körper, Kopf.




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland