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AHGZ
30. Juli 2011
AHGZ – Auflage: 19.800

Wellness braucht Tiefgang - Autor: Christoph Aichele

Erfolg haben nur Hotels mit qualifizierten Angeboten. Wasserattraktionen und Outdoor-Wellness im Kommen. Neue Zielgruppen: Kinder und Senioren

 

Erholsame Auszeiten vom Alltag werden immer gefragter. Davon profitieren Hotels mit Wellness-Offerten besonders. Gäste buchten im Jahr 2010 rund 5 Mio. Wohlfühl-Aufenthalte, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 80 Prozent der Reisen gingen im vergangenen Jahr in deutsche Regionen, 20 Prozent entfielen aufs Ausland, vor allem Österreich und die Schweiz. Dies sind Ergebnisse des Wellness-Sensors, einer jährlichen Haushaltsbefragung des Deutschen Wellness Verbandes (DWV) und GfK Travelscope (AHGZ vom 9. April 2011). Doch wie entwickelt sich der Markt weiter? Welche Trends gibt es? Wie können Hoteliers profitieren?

 

AGHZ Artikel

 

Nachfrage steigt weiter

„Die Nachfrage nach Wellness-Angeboten ist nach wie vor leicht steigend", sagt Manfred Kohl, Tourismus- und Wellnessberater aus Österreich. Michael Altewischer, Chef der Wellness-Hotels-Deutschland GmbH, führt eine Umfrage vom Frühjahr unter 146 Hotels ins Feld: „2010 konnten 64,4 Prozent der Hoteliers eine erhöhte Nachfrage nach Wellnessleistungen verbuchen. 72 Prozent der Beiragten erwarten für 2011 eine weitere Steigerung", so Altewischer.

 

Ist Wellness also ein Selbstläufer? Mitnichten. „Da das Angebot stärker wächst, als die Nachfrage, startet jetzt ein Ausleseprozess, der die Spreu vom Weizen trennen wird", so Manfred Kohl. „Verkauf über Qualität und Positionierung" sei das Gebot der Stunde. Ähnlich sieht das die Spa-Expertin Dagmar Rizzato. „Wellnessgäste sind deutlich kundiger und damit auch kritischer",   so   Rizzato.   Austauschbare Konzepte hätten es demnach immer schwerer,   was   auch   für   lediglich durchschnittliche Qualität - etwa bei Treatments - gelte. Gefragt seien nachhaltige Konzepte mit Tiefgang und strikte Gästeorientierung. Hoteliers müssen „Räume, Atmosphäre und Angebote schaffen", beschreibt Dagmar Rizzato die Herausforderung.

 

Wenn es um die Zielgruppen geht, sind die Experten unterschiedlicher Meinung. Auch in der Hotellerie gibt es viele verschiedene Ansätze, teils herrscht auch Unklarheit darüber, wer mit den Wellness-Offerten erreicht werden soll. „Gefühlte 90 Prozent meiner Mandanten sind mit dieser Frage annähernd überfordert", sagt Wilfried Dreckmann von Spa Project. „Zwischen 25 und 75 Jahre alt, mittleres bis oberes Einkommen und gesundheits-bewusst, so beschreiben viele ihre Ziel¬gruppe", berichtet der Coach. „Eierlegende Wollmilchsau würde genauso passen", findet er.

 

Viel mehr Sinn mache es, sich bewusst zu machen, welche Zielgruppen tatsächlich Potenzial haben. Das sind -etwa im Alpenhof Bayrischzell - „eindeutig Paare ab Mitte 20 bis Mitte 40". In den Häusern der Wellness-Hotels-Deutschland liegt der Schwerpunkt mit 36 Prozent bei den 40- bis 50-Jährigen. „Ein Lebensabschnitt, in dem mit bewussten Auszeiten dem Stress im Berufs- und Alltagsleben entgegengewirkt werden soll", so Michael Altewischer.

 

Doch aus Sicht der Experten rücken zunehmend Senioren in den Mittelpunkt. „Ab 60 aufwärts geht der Trend in Richtung Selbstvorsorge", weiß Manfred Kohl. Wellness dient bei dieser wachsenden Zielgruppe also gesundheitlichen Zwecken. „Es ist an der Zeit, sowohl bei Planung und Bau als auch beim Marketing von Wellnessanlagen die besonderen Bedürfnisse älterer Gäste zu berücksichtigen", rät Wilfried Dreckmann von Spa Project. Etwa mit Barrierefreiheit, angepassten Lichtverhältnissen und passender Werbung. „25-jährige Models in Imagebroschüren sprechen die falsche Zielgruppe an", so Dreckmanns Fazit.

 

Und wie sieht es mit Kindern und Jugendlichen aus, die gerade in jüngster Zeit immer wieder als Wellness-Zielgruppe im Gespräch sind? „Kinder- und Teenager-Wellness wird stärker spürbar", prognostiziert Manfred Kohl. Das sieht Wilfried Dreckmann anders. „Kinder haben im Spa nichts zu suchen. Sie brauchen eine andere Form der Entspannung. Gesichtsbehandlung, Make-up und Maniküre etwa sind Behandlungen, die für Kinder nicht geeignet sind." Wenn ein Spa-Konzept allerdings Pools, multisensorische Erfahrungen und kindgerechte Ansprache biete, dann seien Heranwachsende als Zielgruppe durchaus denkbar. Zu hinterfragen sei allerdings die Wirtschaftlichkeit entsprechender Konzepte.

 

Mehr denn je kommt es im Wellnessbereich auf die Hard- und Software an. „Pools und Saunen sind Voraussetzung", sagt Ferdinand Thoma, Hotelier und Wellness-Unternehmer aus dem Südschwarzwald. Ähnlich sieht das Alexander Christoffer, Chef im Alpenhof Bayrischzell. „Das Schwimmbad   ist   ein   wesentlicher Entscheidungsgrund für einen Wellness-Aufenthalt",   so Christoffer. Immer   gefragter   werden   nach Sicht von Dagmar Rizzato „animierte Wasser-Randflächen", etwa Massagedüsen oder Whirlliegen. Gut beraten sind Hoteliers, Wellness und Fitness unter freiem Himmel anzubieten. „Outdoor-Wellness ist im Trend", sagt Manfred Kohl, was Ferdinand Thomas bekräftigt: „Der Außenpool wird immer wichtiger." Ebenso zukunftsträchtig: Spa-Suiten, Private Spas, eigene Wellnessbereiche für Frauen, Green Spas, Salz als Dreh- und Angelpunkt von Wellness-Konzepten.

 

Regionalität wird Thema

Bei den Anwendungen ist - ähnlich wie beim Essen und Trinken - Regionalität Trumpf. „Wir legen Wert auf eigene Schienen", sagt Hotelier Ferdinand Thoma. „Wir machen Fichten oder Holunderstempelmassage", eine Referenz an den umliegenden Schwarzwald. „Beliebt sind bei 77,9 Prozent der Gäste vor allem Entspannungsmassagen. 69,9 Prozent schätzen klassische Wellness- und Beauty-Behandlungen", so Michael Altewischer.

 

Gefragt ist also traditionelles Verwöhnhandwerk, wozu auch eine alte Wissenschaft aus Indien gehört: „Ayurveda-Anwendungen kommen bei uns momentan sehr gut an", sagt Alexander Christoffer vom Alpenhof Bayrischzell, „ebenso klassische Massagen." Yoga, Meditation und Autogenes Training können die Offerten eines Wellness-Hotels nach Sicht vieler Fachleute optimal ergänzen. Eine echte Herausforderung für Hoteliers ist das Informations- und Buchungsverhalten: Immer mehr kommt das Internet ins Spiel, immer öfter tauschen sich Gäste über ihre Erfahrungen online aus. Gebucht wird immer kurzfristiger. „Auf diese Art müssen häufig mehr als 40 Prozent der Auslastung während des laufenden Monats generiert werden", berichtet Michael Altewischer. Die Dauer der durchschnittlichen Aufenthalte sinkt. „Im Wesentlichen spielen sich reine Wellness-Aufenthalte im Zeitraum zwischen zwei und dreieinhalb Tagen ab", so Altewischer. „Verlängerte Wochenenden liegen im Trend", so Hotelier Alexander Christoffer. Doch auch Offerten unter der Woche haben Chancen, weil Gäste den höher ausgelasteten, manchmal übervollen Wochenenden aus dem Weg gehen wollen. Eine Entwicklung mit Potenzial. Allerdings sind „moderne Angebotsstrukturen und eine entsprechende Package-Politik" dringend nötig, so das Fazit von Dagmar Rizzato. Christoph Aichele

 

http://www.ahgz.de




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland