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AHGZ - Der Hotelier Spezial
27. August 2011
AHGZ - Der Hotelier Spezial – Auflage: 19.800

Zukunft beginnt jetzt: Wellnesshotels machen sich fit - Autor: Christoph Aichele

Grüne Ideen halten Einzug in den Wellnessbereich, Regionalität wird immer gefragter: Spa-Experten und Hoteliers über Ausstattungstrends, Behandlungen zum Wohlfühlen, Zielgruppen und neues Buchungsverhalten.

 

Hoteliers mit Wellness-Offerten haben gut lachen: Gäste buchten im Jahr 2010 rund 5 Mio. Wohlfühl-Aufenthalte, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 80 Prozent der Reisen gingen im vergangenen Jahr in deutsche Regionen, 20 Prozent entfielen aufs Ausland, vor allem Österreich und die Schweiz. Dies sind Ergebnisse des Wellness-Sensors, einer jährlichen Haushaltsbefragung des Deutschen Wellness Verbandes (DWV) und GfK Travelscope (AHGZ vom 9. April 2011). Eitel Sonnenschein also an der Wohlfühlfront?

„Die Nachfrage nach Wellness-Angeboten ist nach wie vor leicht steigend", sagt Manfred Kohl, Geschäftsführer der Kohl & Partner Tourismusberatung mit Sitz in Villach, Österreich. Noch optimistischer ist Michael Altewischer. „Nach einer Online-Befragung unter Gästen und Hoteliers, durchgeführt Anfang 2011 von der Kooperation Wellness-Hotels-Deutschland und vom Wellnessreise-Veranstalter Beauty 24 unter 146 Hotels und 3763 Gästen, entwickelt sich der Markt nach wie vor sehr positiv", so der Geschäftsführer der Kooperation Wellness-Hotels-Deutschland (WHD), der rund 51 Häuser angehören.

 

 

Der Hotelier 1

 

„2010 konnten 64,4 Prozent der Hoteliers eine erhöhte Nachfrage nach Wellnessleistungen verbuchen. 72 Prozent der Befragten erwarten für 2011 eine weitere Steigerung", so Altewischer, der mehr als ein Jahrzehnt als Geschäftsführender Direktor in der gehobenen mittelständischen Hotellerie tätig war. Auch die Investitionszahlen sprechen für ein weiteres Wachstum der Branche. Mehr als drei Viertel der befragten Hoteliers (77,4 %) planen laut Altewischer im kommenden Jahr Um- oder Ausbauten, um die wachsenden Ansprüche der Gäste zu befriedigen.

 

Auch Hildegard Dorn-Petersen, Chefin der Hotel Consult Unternehmensberatung und mittlerweile im Münchner Team der Kohl & Partner Tourismusberatung, geht von wachsenden Investitionen aus. Doch diese verteilen sich ungleichmäßig, es gibt Sieger und Verlierer: „In Deutschland sind neue Luxusprojekte in der Minderzahl. Einige Projekte wurden - bedingt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise -abgesagt, manche bekommen einfach keine Baugenehmigung. Insgesamt gibt es deutlich mehr Investments und neue Projekte an der Küste als im Süden Deutschlands", sagt die Spa-Expertin. Beispielsweise das neue Steigenberger Grand Hotel in Heringsdorf mit seinem 2000 Quadratmeter großen Spabereich und die Upstalsboom Hotelresidenz in Kühlungsborn mit 1300 Quadratmeter großer Wellnessfläche.

 

Der Hotelier 2

 

3- und 4-Sterne-Häuser holen nach Sicht von Ute Rührig von der Firma Quality Spa auf, wenn es um Wellness geht. „Diese Häuser punkten mit inhabergeführter Gastlichkeit, mit Regionalität, Qualität und hoher Authentizität", so die Spa-Beraterin. „Oftmals haben sie einen echten Vorsprung gegenüber den zu groß und zu anonym geplanten Anlagen großer Häuser respektive der Kettenhotellerie", sagt Rührig, die in ihrer Einschätzung von Manfred Kohl unterstützt wird. „Das Wachstum hat bisher sehr stark in den oberen Kategorien stattgefunden. Jetzt bieten sich gute Marktchancen in der Mittelklasse. Die ersten Erfahrungswerte zeigen, dass es im Mittelpreis-Segment eine breite Nachfrage gibt und diese Betriebe sehr gute Ergebnisse erwirtschaften. Gute Aussichten also für 3-Sterne-Well-ness", prognostiziert der Österreicher.

 

Boom an der Küste

An Ost- und Nordsee wird das bereits berücksichtigt. „Manche Neuplanungen gehen ganz bewusst in die 3-Sterne-superior-Kategorie", berichtet Hildegard Dorn-Petersen. „Etwa das in der Projektphase befindliche Strandhotel Boltenhagen mit 120 Zimmern und einem großen Wellnessbereich oder das Beach Motel in St. Peter-Ording." Nach den Pionieren der ersten Stunde rücken nun auch die Häuser nach, die bislang in der zweiten Reihe standen. Etwa auf der Insel Usedom. „Dort haben 20 Wellnesshotels seit 2004 intensiv an ihrem Wellness-Angebot gearbeitet", so Dorn-Petersen. „Einige sind noch besser geworden, andere ziehen jetzt nach, haben bereits umfangreich in neue Bereiche investiert oder planen dies."

Wellness ist also kein Selbstläufer. „Da das Angebot stärker wächst, als die Nachfrage, startet jetzt ein Ausleseprozess, der die Spreu vom Weizen trennen wird", fasst Manfred Kohl zusammen. „Verkauf über Qualität und Positionierung" sei das Gebot der Stunde (siehe Interview)

 

Wenn ein Spa-Konzept allerdings Pools, multi-sensorische Erfahrungen und kindgerechte Ansprache biete, dann seien Heranwachsende als Zielgruppe durchaus denkbar. Zu hinterfragen sei allerdings die Wirtschaftlichkeit entsprechender Konzepte. „Ob die Zielgruppe auch groß genug und zahlungskräftig genug ist? Mit einem deutschen Anbieter haben wir 2009 ein Spa-Konzept für Mütter und Kinder entwickelt", berichtet Dreckmann. „Das Konzept war spannend, aber wirtschaftlich nicht tragfähig. Deswegen wurde es letztlich nicht umgesetzt."

 

Mehr denn je kommt es im Wellnessbereich auf die Hard- und Software an. Pools und das Wechselspiel von Kälte und Wärme bleiben die zentralen Elemente. „Wasser ist nach wie vor wichtig für die Gäste, hier aber vor allem animierte Randflächen - etwa Düsen und Whirl-Liegen - sowie warmes Wasser", sagt Dagmar Rizzato. „Besonders positive Rückmeldung der Gäste gibt es für Saunakultur mit Aufgussprogrammen", so die Expertin. „Pools und Saunen sind Voraussetzung", sagt auch Ferdinand Thoma, Hotelier und Wellness-Unternehmer. Im Schwarzwald und der Schweiz betreibt er die Hotels Auerhahn (Schluchsee), Alpenblick (Hö-chenschwand) und Golf Panorama (Lipperswil). Außerdem hat er eine eigene Wellness -Kosmtiklinie entwickelt.

 

Wellness im Freien

Ähnlich sieht das Alexander Christoffer, Chef im 4-Sterne-superior-HoteI Alpenhof Bayrischzell. „Das Schwimmbad ist ein wesentlicher Entscheidungsgrund für einen Wellness-Aufenthalt", so der Hotelier.

 

Gut beraten sind Hoteliers, Wellness und Fitness unter freiem Himmel anzubieten. „Outdoor-Wellness ist im Trend", sagt Manfred Kohl, was Ferdinand Thoma bekräftigt: „Der Außenpool wird immer wichtiger." Ebenso zukunftsträchtig: Spa-Suiten, Private Spas, eigene Wellnessbereiche für Frauen-sowie - für manche Zielmärkte - Textilbereiche. Überhaupt scheint Nacktheit in der Quasi-Öffentlichkeit nicht jedem Gast zu behagen. „Immer mehr nachgefragt werden Spa-Suiten und Private Spas, die Entspannung und Regeneration in ganz privatem Rahmen gestatten", weiß Expertin Rizzato.

 

Nachhaltigkeit ist auch bei Wellness und im Spa ein Trend. „Bei neuen Anlagen werden verstärkt Green-Spa-Konzepte umgesetzt, inklusive Passivbauweise und Blick in die Natur", weiß Manfred Kohl. Einen Schritt weiter geht Hildegard Dorn-Petersen: „Green Spa ist das Thema der Zukunft." Vorbildlich ist aus ihrer Sicht Menschels Vitalresort in Meddesheim bei Bad Sobernheim, das in diesem Jahr auf der Düsseldorfer Fachmesse Beauty erstmals mit dem „Green Spa Award" des Deutschen Wellness Verbandes ausgezeichnet wurde. Bei den Anwendungen ist -ähnlich wie beim Essen und Trinken - Regionalität Trumpf. „Im Sinne der Nachhaltigkeit geht der Trend zu regional spezifischen Behandlungen, etwa mit Sanddorn, Kreide und Sole an der Ostsee, Murmeltierfett und Latschenkiefer in den Alpen", sagt Hildegard Dorn-Petersen. „Das Allgäuhotel Tanneck bei Fischen nennt die Expertin als gelungenes Beispiel. Es bietet seinen Gästen Behandlungen auf der Basis von Buttermilch, Sahne, Joghurt, Quark und Bergkräutern an. „Die Gäste können auf ,Milchwolke 7' schweben", so Dorn-Petersen. „Wir legen Wert auf eigene Produkte", bestätigt Hotelier Ferdinand Thoma. „Wir machen zum Beispiel Fichten- oder Holunderstempelmassage", eine Referenz an den umliegenden Schwarzwald.

 

Traditionelle Entspannungsmethoden sind gefragt. „Beliebt sind bei 77,9 Prozent der Gäste vor allem Massagen. 69,9 Prozent schätzen klassische Wellness- und Beauty-Behandlungen", zitiert Michael Altewischer die Umfrage seiner Kooperation. Auch Programme zur körperlichen Reinigung würden in Wellnesshotels als sehr wichtig empfunden. 23,4 Prozent der Gäste bevorzugen demnach Hamam-Besuche und Saunagänge. 21,6 Prozent buchen Entschlackungsangebote. Yoga ist und bleibt mit 15,4 Prozent die beliebteste Entspannungsmethode. Danach folgen Auto¬genes Training (9,7%) und Meditation (9%).

 

„Anwendungen mit Wirkung werden immer gängiger", sagt Manfred Kohl, „zum Beispiel Anti-Aging oder Rückenbehandlungen. Doch auch ans Seelenheil wird zunehmend gedacht, haben entsprechende Offerten angesichts zunehmender beruflicher Belastungen doch großes Potenzial. „Im Aufbau sind innovative Angebote mit psychologischer Beratung", bestätigt Michael Altewischer.

 

Öfter, aber kürzer

Eine echte Herausforderung für Hoteliers ist das Informations- und Buchungsverhalten: Immer mehr kommt das Internet ins Spiel, immer öfter tauschen sich Gäste über ihre Erfahrungen online aus. Gebucht wird immer kurzfristiger. „Auf diese Art müssen häufig mehr als 40 Prozent der Auslastung während des laufenden Monats generiert werden", so WHD-Geschäftsführer Altewischer. „Was die Dauer der Aufenthalte angeht, so hat sich der Trend zu immer kürzeren, dafür aber häufigeren Reisen auch auf den Wellnessmarkt ausgewirkt. Knapp 30 Prozent der Gäste nehmen sich ein bis zwei Tage Zeit für eine Wellnessauszeit, 35,6 Prozent bleiben drei bis vier Tage. Im Wesentlichen spielen sich reine Wellness-Aufenthalte im Zeitraum zwischen zwei bis 3,5 Tagen ab", so Altewischer. „Verlängerte Wochenenden liegen im Trend", berichtet Hotelier Alexander Christoffer vom Alpenhof Bayrischzell. Doch auch Offerten unter der Woche haben gute Chancen, weil Gäste den höher ausgelasteten, manchmal übervollen Wochenenden aus dem Weg gehen wollen.

Zunehmend kristallisieren sich zwei Buchungstypen heraus. „Die einen buchen Wellnes-spauschalen und genießen die im Paket beinhalteten Anwendungen. Es erfolgt aber keine weitere Buchung von Leistungen während des Aufenthalts", charakterisiert Ute Rührig die „Spa(r)-Genießer". Besagte Klientel suche im Internet recht versiert nach Paketen und Arrangements, die die meisten und besten Leistungen zum kleinsten Preis beinhalteteten. Eine dankbare, doch wenig treue Zielgruppe. Die zweite Gruppe seien die „Spa-Gourmets". Fachkundig, erfahren und interessiert an hochwertigen Angeboten stellen sie laut Rührig hohe Ansprüche an Raum, Ästhetik und Design. Sie sind kritisch, wollen erstklassige und individualisierte Behandlung und Beratung. Nachhaltigkeit ist ihnen ein Begriff. „Wer sie als Gast haben möchte, sollte das Thema auch in seiner Tiefe glaubwürdig im ganzen Haus kommunizieren", so Rührigs Ratschlag.

 

http://www.ahgz.de/




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland