Traditionelle Chinesische Medizin TCM

Vorbeugen statt heilen: Das ist der Grundgedanke der „Traditionellen Chinesischen Medizin“. Denn während die Vergangenheit unabänderlich ist, kann man auf das gesundheitliche Hier und Jetzt sowie auf die Zukunft Einfluss nehmen. Dabei bedient sich die TCM („Traditionelle Chinesische Medizin“) einem ganz anderen Denken als die westliche Medizin. Nach der TCM sind für die Gesunderhaltung insbesondere ein ausgeglichenes Verhältnis von Yin und Yang als entgegengesetzte Kräfte wichtig. So steht Yin für das weibliche, kalte und Yang für das männliche, warme. Sie gelten als Gegensätze, ziehen sich aber dennoch grundsätzlich an. Das Zusammenspiel dieser beiden Kräfte bringt die Lebensenergie Qi hervor. Das Qi bewegt das Xue, das als materieller Gegensatz zum Qi gilt und somit das Blut sowie weitere stoffliche Energieträger durch den Körper.  Wenn Yin und Yang im Ungleichgewicht sind, hat dies einen Einfluss auf den gesamten Körper und kann so Krankheiten bedingen.
Der Gesundheitszustand eines Menschen wird im Rahmen der „Traditionellen Chinesische Medizin“ durch Hören, Riechen, Betasten und Fragen festgestellt. Dabei wird keine akute Erkrankung, sondern vielmehr ein Bild von möglichen Krankheiten definiert. Zudem werden in der TCM zwei spezielle Diagnosetechniken entwickelt: Die Zungendiagnose und die Pulsdiagnose. Ziel von allen Behandlungen der TCM ist angestaute Lebensenergie wieder zum gleichmäßigen Fließen zu bringen und so das Gleichgewicht im Körper herzustellen.

Anwendungen der TCM

  • Akupunktur ist eine auch im westlichen Raum verbreitete Behandlungsmethode. Bei der Anwendung werden lange, dünne Nadeln in bestimmte Hautregionen gestochen, um beispielsweise chronische Schmerzen zu lindern.
  • Moxibustion ist eine Abwandlung der Akupunktur. Der Heilreiz kommt durch das Abbrennen von kleinen Kegeln aus Moxakraut zustande. Dabei gibt Hitze einen Heilanreiz auf die Leitbahnen des Qis ab. Moxakraut beinhaltet getrocknetem Beifuß, das langsam und gleichmäßig abbrennt und eine tiefenwirksame Wärme erzeugt.
  • Massage (Tuina) Bei einer Tuina-Massage sollen Blockaden, die den Energiefluss des Qis stören, durch die Massagetechnik AnMo aufgehoben werden. Bei dieser Massagetechnik gehören sowohl Drücken, Streichen als auch weitere Grifftechniken wie rhythmisches Klopfen mit dazu. Auch hier ist das Ziel der Massage ist wieder das Schaffen eines Gleichgewichts von Yin und Yang.
  • Akupressur / Shiatsu Als Akupressur bezeichnet man die Behandlung definierter Punkte auf der Haut durch Druck. Jeder Punkt wird hierzu 30 Sekunden bis 2 Minuten massiert. Diese Behandlung soll die Entspannung und eine innere Ausgeglichenheit fördern.
  • Qi Gong Unter Qi Gong versteht man eine der ältesten chinesischen Mediationstechniken überhaupt. Sie wird in zwei wesentliche Formen unterschieden: In Qi Gong mit Bewegungsabläufen und in das regungslose „Stille Qi Gong“. Drei Elemente wirken bei allen Qi Gong Formen aufeinander: Atmung, Bewegung und das bewusste Lenken von Vorstellungen und Ideen.