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BäderBau
1. Juli 2008
BäderBau [2/2008]

Durchblick im Wellness-Dickicht

Gütesiegel für Wellness-Anbieter

Wellness als Megatrend - und obwohl die Wohlfühl-Welle schon seit vielen Jahren rollt, ist kein Ende in Sicht. So schmücken sich immer mehr neue Produkte mit dem modischen Etikett, und jährlich eröffnen bundesweit Dutzende neuer Wellness-Hotels. Zertifikate von Verbänden und anderen Anbietern sollen Kunden eine Orientierung im Wellness-Sumpf ermöglichen - aber auch hier gibt es eine große Vielfalt.


Nicht nur Hotels erschließen teilweise die allerletzten Quadratmeter ihres Grundstückes für einen Spa- und Wellness-Bereich. Bürgermeister, Landräte, Tourismusdirektoren und diverse Investoren stecken stattliche Summen in den Neubau oder in üppige Verschönerungen von Thermen-Landschaften. Größer, schöner, angebotsreicher. Die Messlatte ist hoch gelegt.
Und auch die ehemaligen Kurkliniken, Sanatorien, Reha-Zentren etc. haben erkannt, dass mit sterilen, zweckmäßig eingerichteten Zimmern, mit Speisesälen im Großkantinenflair und muffigen, altsiebziger Behandlungsräumen kein Gast mehr anzulocken ist. Kur und Kurambiente sind out. Medical Wellness heißt der "neu-englische" Trendbegriff.

Wellness auf Expansionskurs

Der Markt für Wohlfühlreisen ist enorm gewachsen. Die Wellness-Branche setzte zuletzt gut 50 Milliarden Euro um. Gerade im letzten Jahr verbuchten viele der Wellness-Hotels ein gutes Umsatzplus. Laut des BAT-Freizeitforschungsinstituts möchte fast jeder dritte Bundesbürger in seinem Urlaub Wellness genießen.
Diese Zahl verwundert wenig, suggeriert uns doch die Werbung von morgens bis abends, dass das Leben ohne Wellness oder Spa nicht mehr auszuhalten bzw. nur noch halb so viel wert ist. Und seitdem selbst Bier, Joghurt, Strümpfe, Socken und allerlei andere Dinge mit dem wohlklingenden Zusatz "Wellness" dekoriert werden, steigt auch die Verwirrung beim Verbraucher. Hinsichtlich der Themen Reisen/Urlaub verbindet bereits jeder Zweite mit diesem Begriff etwas anderes. Für den einen ist es die reine Freude am Wasser und am Schwimmen, für den anderen eine Beautybehandlung und für den nächsten einfach mal ein "Abtauchen" aus dem Alltag.
 

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Wellness-Siegel zur besseren Orientierung

Mit dem Boom im Wellness-Tourismus schossen auch die Siegel und Zertifikate von Verbänden und Marketingunternehmen wie Pilze aus dem Boden, vor allem in Deutschland und in Osterreich.
Mit mal mehr oder weniger umfangreichen Kriterien im Ausstattungs- und/oder Angebotsbereich wollen diese eine Art Basis-Qualität für die Gäste von Wellness-Einrichtungen sicherstellen und darüber definieren, was Wellness sein sollte.
Idealerweise setzt sich ein solcher Kriterienkatalog aus objektiv bewert- und erfassbaren Anhaltspunkten (Hardware) sowie aus "Software-Faktoren' zusammen. Wie groß ist der Pool? Wie viele Sauna-Arten werden angeboten, welche Saunen gibt es (Temperaturbereiche), und wie viele Plätze stehen zur Verfügung? Wie groß sind die Anwendungsräume? Meistens können Pool, Liege- und Loungeflächen nicht groß genug sein, aber bei den Anwendungsräumen wird an Fläche gespart und hier und da das Tageslicht schlicht vergessen. Daher werden diese Räume wohl im Fachjargon auch so oft als "Kabinen" bezeichnet, denn das sind diese oft im wahrsten Sinne des Wortes. Das wirkt nicht nur für den Gast beklemmend, sondern fordert auch den Anwendern einiges ab.

Hard- und Software auf dem Prüfstand

Ein großes Augenmerk liegt bei den wirklich guten Prüfinstanzen auf dem Personal im Wellness-Bereich, seit es immer mehr unseriöse Weiterbildungsanbieter gibt, die am Wochenende - egal mit welcher Vorbildung - "mal schnell" ayurvedische Massagen, physiotherapeutische Anwendungen und noch vieles mehr anbieten. Ausbildungen gibt es wie Sand am Meer, aber es ist immer wichtiger zu prüfen, über welche Grundausbildung die Mitarbeiter im Wellness- und Spa-Bereich verfügen, wie und wo sie ihre weiteren Kenntnisse erlangt haben und wie oft sie sich weiterbilden.

Was macht der Service?

Dauerbrennerthemen sind natürlich auch Servicequalität und Kundenorientierung. Oftmals fühlen sich gerade Wellness-Hotels im oberen Sternesegment schon fast genervt, wenn sie zu diesen Themen Fragen beantworten müssen, denn das ist ja eigentlich alles reine Selbstverständlichkeit und gehört zum Einmaleins im Business, so die weit verbreitete Meinung.
 

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Unangemeldete Kontrollen

Aber einige Mystery Checks verschiedener Verbände decken immer wieder immense Lücken auf, selbst bei den sogenannten Basics. Viel zu oft wird unterschätzt, wie sehr sich ein weniger gutes Betriebsklima, fehlende Mitarbeitermotivation oder gar ein schlechtes Management auf die Freundlichkeit und die Servicebereitschaft der Mitarbeiter auswirken und diese das in ihrer Ausstrahlung und Erscheinung reflektieren. Ein Gast spürt, ob die so viel gepriesene Herzlichkeit und das familiäre Ambiente echt sind oder nur eingeübte Standardphrasen wiedergegeben werden. Letzten Endes sind aber auch subjektive Einschätzungen der Prüfer dieser Verbände und Marketinggruppen vor Ort notwendig, um ein einigermaßen rundes Gesamtbild zu erhalten.
Doch in persönlichen Bewertungen liegt auch eine große Gefahr und es schießt manch ein Bewerter über das eigentliche Ziel hinaus. Es werden Zimmer- und Hoteleinrichtungen in zwar ganz unterhaltsamen, aber teils schon beleidigenden Bewertungsmedien als plüschig, rustikal, altbacken und auch als "teilverstaubtes Kitschparadies" abgewertet oder Spa-Ausstattungen zum Beispiel als "Planschpfütze im gefliesten Metzgerei-Dekor" verpönt. Das mag der Tester so empfinden, doch gibt es sicher auch genügend Gäste, die anderer Meinung sind, deren Geschmack genau diese plüschigen, rustikalen Zimmer treffen und die mit den Fliesen im Spa zufrieden sind. Bei einem Test wird also immer die subjektive Meinung der Testperson eine Rolle spielen.

Meinungen sind verschieden

Und auch bei der Angebots- und Anwendungsfrage werden dem Verbraucher und dem Hotelier immer wieder von teilweise selbst ernannten "Wellness-Experten" subjektive Meinungen als angeblich fachlich kompetenter Rat diktiert. Beispielsweise, dass eine Thalasso-Anwendung im Binnenland nicht sinnvoll sei. Fakt ist, dass Thalasso-Treatments an der Ostsee authentischer sind. Aber warum soll ein Entspannungssuchender für ein verlängertes Wellness-Wochenende hunderte Kilometer von Kempten bis an die Ostsee fahren, nur weil er gern mal eine Algenpackung ausprobieren möchte, wenn er diese im Allgäu oder im Schwarzwald von einem fachlich kompetenten Anwender mit qualitativ guten Produkten genauso genießen kann?
Bewertungen und Siegel können also keine hundertprozentige Erlebnis- und Qualitätsgarantie sein. Aber sie sind ein Kompass und eine sehr gute Entscheidungshilfe für den Gast.

Sinnvolle Zertifizierungen

Und wie der Gast, so muss sich auch der Betreiber oder Inhaber einer Wellness-Einrichtung heraussuchen, ob er sich dem einen oder dem anderen Siegel anschließt. Welche Auszeichnung für ihn die richtige ist oder ob er sogar ohne Prüfung und Auszeichnung am Markt bestehen möchte und kann.
Der Betreiber muss sich zuerst die Frage stellen, aus welchem Beweggrund und mit welchem Ziel er sich für oder gegen eine solche Zertifizierung entscheidet. Möchte er sehen, wo er mit seinem Wellness-Bereich im Markt steht - also eine Art objektive und neutrale Ist-Analyse haben? Möchte man eventuelle Qualitätslücken, Mängel in der fachlichen Kompetenz, im Konzept und in der Ausrichtung aufdecken und schließen? Benötigt der Betrieb fachliche Beratung und Betreuung? Oder Unterstützung bei einem professionellen Angebot für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter? Möchte der Betrieb nur die Qualitätsprüfung und Auszeichnung, oder ist eine dazu begleitende und effiziente Vermarktung des Hauses und der Angebote genauso wichtig? Erhält man Unterstützung in Marketing- und Vertriebsfragen? Welche Leistungen also braucht der Betrieb und was bietet der jeweilige Verband bzw. das Siegel für welche Kosten?

Grundsätzlich sollte man sich nie für ein Siegel, eine Klassifizierung oder ähnliches entscheiden, nur weil ein anderer Betrieb es auch hat. Die Identifikation des Betriebs mit dem Siegel ist entscheidend.




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland