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First Class
1. September 2008
First Class – Auflage: 23.500 [09/2008]

Silver Wellness

Die Generation 50plus hat einen hohen Stellenwert in der Wellnesshotellerie. FIRST CLASS liefert Einblicke in die schwer zu greifende Gästegruppe der Best Ager, die zumindest ein Wunsch verbindet: bloß nicht aufs Altenteil geschoben zu werden.

Die Bilder vom rüstigen Rentner und der Dame mittleren Alters haben ausgedient. Das Selbstverständnis heutiger Generationen im letzten Lebensdrittel unterscheidet sich kaum von dem anderer Altersgruppen, und so möchten diese Gäste angesprochen werden. "Jung, dynamisch, sexy", bringt es Heiner Buckermann auf den Punkt, dem das Vital- & Wellnesshotel Zum Kurfürsten in Bernkastel-Kues gehört. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt Michael Altewischer, Geschäftsführer der Wellness-HotelsDeutschland (W-H-D): "Ältere Gäste fühlen sich 15 Jahre jünger - so sagen es heute die Studien," Ein 50-Jähriger denkt, fühlt und handelt wie ein 35-Jähriger, er bleibt jedoch ein "Best Ager". Mit diesem Sammelbegriff umschmeichelt die Werbeindustrie die neuen lebensbejahenden, zahlungskräftigen Alten, Er soll ein zielgruppenspezifisches Marketing ermöglichen, Assoziationen von Alter und Gebrechlichkeit umschiffen und die Portemonnaies öffnen. Die über 50Jährigen halten nicht nur 75 %des europäischen Vermögens, sondern besitzen 80 % der Luxuskarossen, jede zweite Edelkosmetik steht in ihren Bädern. Die Hypotheken sind getilgt, die Kinder aus dem Haus. Im dritten Jahrtausend geht es dem oberen Drittel der Alterspyramide so gut wie nie zuvor - im Durchschnitt. Abseits der Zahlen präsentieren sich die Best Ager so individuell und vielschichtig wie die Gesamtgesellschaft.


First Class 09_08

 

Der statistische Best Ager fährt zwei bis drei Mal im Jahr in den Urlaub. Mit jeweils 1.350 EUR gibt er dafür 15 % mehr aus als der Durchschnittsreisende. Zudem ist er nicht an die Ferienzeiten gebunden. Der IHA prognostiziert im Branchenreport Hotelmarkt Deutschland eine weiter steigende wirtschaftliche Bedeutung der Gästegruppe. Dahinter steckt eine einfache Rechnung: Die reiselustige, zahlungskräftige Klientel stellt jetzt schon 39 % der Bevölkerung, bis 2040 wird sie auf über 50 % anwachsen, schätzt das Deutsche Statistische Bundesamt.


Generationen-Mix
Die boomende Wellnesshotelerie hat längst mit Angeboten reagiert: Lotus Travel, München, bietet Menschen ab 60 Jahren ayurvedische Langzeitkuren in Sri Lanka an. Kururlauber kneippen die Kurorte wieder in die Gewinnzone, und Packages wie die Rückenfitness-Woche sorgen für neue Mobilität im Kreuz. Nach W-H-D-Angaben sind 60 bis 70 % der Wellnessgäste zur Zeit im Best Ager-Alter. Michael Altewischer warnt aber davor, sich nur auf sie zu spezialisieren. "In der Mischung besteht die Attraktivität. Warum lehnen denn so viele Senioren Seniorenheime ab? ", meint er. Die Interessen jüngerer, älterer, weiblicher wie männlicher Gäste sollten im Blick behalten werden. Ein Wellnesshotel muss generationsübergreifend Urlaubswünsche wecken z. B. mit Stress und Schlafmanagement für 30plus-Gäste, entspannender Wellness für die Best Agerin sowie erlebnisorientierten Angeboten für Männer und Enkelkinder. Die Ansprüche der Best Ager sind hoch. Sie erwarten Wellness von qualifizierten Mitarbeitern. "Der Gast von heute ist informiert", formuliert es Michael Altewischer. Die Behandlungen kennt er häufig aus den Ursprungsländern. "Auch die Bewertungsplattformen im Internet sind bekannt - gerade bei den Best Agern", berichtet er weiter. Wichtig seien zudem eine gute Gastronomie und großzügige Wellnessbereiche.


Individuelles Coaching
"50 bis 60 ist ein sehr interessantes Alter für uns", erklärt Monika Menschel vom W-H-D-Hotel Menschels Vitalresort. Diese Gäste nehmen sich viel Zeit für die Wellnessarrangements und verbringen bis zu fünf Übernachtungen im Haus. Häufig ist es die Gesundheit, die sie nach Bad Sobernheim führt. "Die Best Ager gehen bewusster mit ihr um, weil sie wissen, dass Kraft und Energie nicht unendlich sind", hat Monika Menschel beobachtet.

Generell steigt die Nachfrage nach gesundheitsorientierten Angeboten in den Spas. Zwischen 2001 und 2005 hat sich der Anteil versechsfacht. Medical Wellness geht diesen Weg konsequent weiter, indem sie Prävention mit ärztlicher Begleitung und Wohlfühlangeboten verbindet. Die Best Ager nehmen diesen Schwerpunkt in Menschels Vitalresort stärker wahr als die übrigen Gäste. Besonders beliebt ist das Personal Vital Coaching, ein Drei-TagesPaket. Hierbei handelt es sich um eine Lebensstilberatung: In einstündigen Einzelgesprächen mit dem Mediziner, Ernährungsberater und Personal Coach erhält der Gast individuelle Verhaltensempfehlungen passend zu seiner Konstitution. Im weiteren Verlauf kann er dann den Schwerpunkt auf Entspannung oder Bewegung legen.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in diesem Land scheint es angeraten, zukünftig bei den Renovierungen und Umbauten seniorenfreundliche Aspekte zu berücksichtigen. Unternehmen wie Kaldewei aus Ahlen bieten barrierefreie Duschen mit rutschhemmenden Oberflächen. Trautwein aus Enimendingen hat z. B. eine Pflegehubwanne im Programm. Die Küche könnte auf Diät- und Schonkost vorbereitet und die Homepage in verschiedenen Schriftgrößen verfügbar sein,

Seniorenfreundliche Leistungen, die erste Gebrechen und Einschränkungen berücksichtigen, sollte man nur nicht in den Vordergrund stellen. "Das Vorhalten ist eine Sache, das Bewerben eine andere", meint Heiner Buckermann vom Vital- & Wellnesshotel Zum Kurfürsten. Denn wenn die Best Ager eines nicht verzeihen, dann mit ihrem Alter umworben zu werden. Das Lebensgefühl "jung, dynamisch, sexy" verträgt sich nun mal nicht mit dem Werbekatalog einer Seniorenresidenz.


Informationen zur Mitgliedschaft bei den WELLNESS-HOTELSDEUTSCHLAND erhalten interessierte Hoteliers unverbindlich unter

Tel. 0211-679 69 79 E-Mail: post@w-h-d. de oder im lntemet: www.w-h-d.de




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland