Mut zur Muße

 Nichtstun schenkt uns Kraft und Kreativität!

„Faul sein ist wunderschön!“, davon ist Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf überzeugt. Das rothaarige Mädchen ist zwar ziemlich verrückt und sehr unkonventionell, mit vielen ihrer Aussagen kann sie uns trotzdem noch etwas lehren. So auch mit diesem Satz zum Faulsein. Oder vielleicht sagen wir lieber „zur Muße“. Das hört sich dann nicht so negativ an. Wobei hier schon das eigentliche Problem beginnt. Denn einfach einmal nichts zu tun kommt heute schon einer kleinen Sünde gleich. Wenn wir mal einfach ein Weilchen untätig waren, fühlen wir uns danach schlecht. Oder wir haben das Nichtstun komplett verlernt.
Dabei sind diese Momente der Muße so wertvoll. In ihnen entstehen neue Ideen, Gedanken ordnen sich von ganz alleine und Kreativität hat Platz sich zu entfalten.

Langsam werden, innehalten, ausatmen

Dies und das und alles schnell, am besten gleichzeitig: Unser Alltag ist heute zumeist ganz schön vollgepackt und hektisch. Das ist nicht schlimm, wenn wir uns einen Ausgleich dazu schaffen. Oft nimmt die Geschäftigkeit aber kein Ende. Vom Augenaufschlagen am Morgen bis zum Schlafengehen am Abend haben wir ständig etwas zu tun. Oder wir beschäftigen uns mit irgendetwas. Manchmal stöhnt hier und da jemand, wie schön es doch wäre, einfach einmal gar nichts zu tun. Wenn dann aber das Wochenende oder der Urlaub naht, packen wir die freie Zeit doch wieder voll mit Terminen und Erwartungen. Man möchte die Freizeit ja schließlich nicht ungenutzt lassen.
Immer mehr Menschen merken aber, dass es so langfristig nicht weitergehen kann. Körper, Geist und Seele brauchen Auszeiten. Tage, an denen wir einmal nur das tun, was uns gerade gut tut. Oder auch nur ein paar Minuten der Achtsamkeit, ein wirklich genussvolles Slow Food Abendessen oder bei der Bahnfahrt eine Zeitlang bewusst aus dem Fenster die vorbeirauschende Landschaft betrachten: All diese kleinen Dinge können Wunder wirken.

Mut zur Muße

Wem es besonders schwerfällt sich der Muße hinzugeben, der findet in vielen Wellness-Hotels & Resorts Unterstützung. Achtsamkeitswanderungen, Meditationen oder zum Beispiel die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson helfen zur Ruhe zu kommen. Die Atmosphäre in den Wellnesshotels entschleunigt. Einige Hotels bieten darüber hinaus ganze Arrangements zum Thema Muße an. So kann man in Hubertus Alpin Lodge & Spa „NixTun“ buchen. Während des viertägigen Wellnessurlaubs erleben Gäste ein Programm der besonderen Art. Es gibt nämlich keine Termine und Verpflichtungen und viel Zeit um sich treiben zu lassen. Eine FreiGeist Massage entspannt, wer möchte nimmt an Yoga, Körperreise und Sonnengruß teil, lässt sich in die Kraftplätze des Wellnesshotels einführen und/oder tauscht sein Handy für die Zeit des Wellnessurlaubs gegen ein Stück Bergkäse ein. Entschleunigung ist hier garantiert.
Wer seine kreative Ader wachkitzeln möchte, der findet bei den „Phantasieausflüge“ in Menschels Vitalresort genau das Richtige. An vier Tagen finden Teilnehmer hier beim Malen- und Zeichnen in freien, kreativen Prozessen Entspannung. Begleitet wird der Kurs vom Künstler Rolf Jahn, der die Gäste darin unterstützt, sich dem Unbewussten zu widmen und den inneren Bildern eine äußere Form zu geben.
Auch das ambassador Hotel & Spa in St. Peter-Ording möchte seinen Gästen helfen, wieder mehr Muße zu genießen. Die Nordsee bietet dazu die beste Voraussetzungen, ist man in dem Wellnesshotel überzeugt. Ausschlafen, sich die klare, frische Luft um die Ohren wehen lassen und in den unendlichen Horizont blicken. „Schalten Sie das Handy aus und lassen Sie sich einfach treiben“ empfehlen die Mitarbeiter den Gästen an der Rezeption. Ein guter Tipp, der uns auch im Alltag hilft, Muße zu finden.



Wellness Lexikon

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