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AHGZ - Der Hotelier Spezial
21. Januar 2012
AHGZ - Der Hotelier Spezial – Auflage: 16.291

Hoteliers bringen Gäste in Balance - Autorin: Karin Gabler

Dem Burnout keine Chance. Menschen suchen zunehmend ihr Heil in der Vorbeugung, am liebsten im Urlaub. Wellness mit nachhaltiger Wirkung ist gefragt, und der Anspruch an Gastgeber steigt. Wir stellen Konzepte vor.

Heiße Schokolade auf der Haut, ein pflegendes Cleopatra-Bad, eine sanfte Edelsteinmassage - natürlich haben pure Wohlfühlbehandlungen ihre Berechtigung im Angebot eines Wellnesshotels. Seit einiger Zeit jedoch verwandeln sich immer mehr Wellnesshotels in Health Resorts. Hoteliers werden nicht selten zum Lifestyle-Coach, mit dem Ziel, ihren Gästen Anregungen und Anleitungen für mehr Lebensqualität mit auf den Weg zu geben. Die Resonanz zeigt: Der Bedarf dafür ist vorhanden. Denn: Kurzfristiges Verwöhnen und Wohlbefinden ist zwar schön und gut, die Gäste möchten in ihrem Wellnesshotel aber zunehmend konkrete Wege aufgezeigt bekommen, wie sie sich nach dem Hotelaufenthalt fit und gesund halten und speziell mit Stress besser umgehen können.

 

Der Hotelier Spezial

 

Renommierte Experten des jüngsten AHGZ-Wellness-Gipfels, darunter auch Susie Ellis, President der Spa Finder Inc. in New York, bezeichnen den Gesundheitstourismus als einen der Top-Trends im Spa & Wellnessbereich. Aktuelle Erkenntnisse weisen zudem darauf hin, dass in Zukunft immer mehr Menschen während ihrer Reisen gezielte Gesundheitsanwendungen und Therapien machen werden und die Zeit für mehr Bewegung und vor allem auch für Prävention nutzen wollen.

 

Der Hotelier Spezial 2

 

Mehrwert muss sein

Das stellt Hoteliers vor neue Aufgaben. Denn, wie Professor Andreas Wieser vom renommierten Lanserhof im österreichischen Lans (Interview Seite 12) ebenfalls beim AHGZ-Wellness-Gipfel betonte: „Die Gäste kommen mit Halbwissen - und sie erwarten und verlangen von den Hotels fachmännische Aufklärung und Hilfe." Kann das ein Hotel überhaupt leisten? Klar ist: Um in diesem für einen Hotelier eigentlich fremden Markt einsteigen und letztlich bestehen zu können, sind einige bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. So muss das Spa ein „Plus" bieten, das bei der entsprechenden Ausstattung und entspannenden Atmosphäre beginnt und über Health-Offerten wie Naturheilverfahren, Stress-Management sowie Mental Coaching bis hin zu entsprechenden Speisen, Sport- und Fitnessaktivitäten sowie Lifestyle-Erfahrungen reicht.

 

Eine der absoluten Grundbedingungen ist die Qualifikation der Mitarbeiter ebenso wie die Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal. Noch mag der Arzt für manche Häuser ein Luxus sein, die Zunahme von Volkskrankheiten wie Rückenschmerzen, Lebensmittelunverträglichkeiten, Burnout und Stresserkrankungen wird die medizinische Betreuung speziell in Hotels, die sich Medical Wellness auf die Fahne geschrieben haben, bald jedoch unabdingbar machen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich in diesem Segment weitere vielsprechende Geschäftsfelder eröffnen. So erkennen Unternehmen immer häufiger den Wert von betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter und nutzen die Steuer- und sozialversicherungsfreien Leistungen für ihre Arbeitnehmer. Das heißt, sie buchen beispielsweise Seminare und Coachings, die von Hotels angeboten werden. Das funktioniert allerdings nur, wenn am Ort des Geschehens Professionalität und Seriosität gewährleistet wird.

 

Vielfach aktiv ist hier zum Beispiel schon das Hotel & Spa Sommerfeld im brandenburgischen Kremmen-Sommerfeld. Jan Schröter, Geschäftsführender Gesellschafter des familiären Hotels, realisiert fundierte Programme für Unternehmen und arbeitet dazu mit den Ärzten des Medices Gesundheitszentrums, Sommerfeld, zusammen. Die Programme bauen stets auf individuellen Check-ups in der im Haus befindlichen Arztpraxis auf. Sie beinhalten etwa im „Stress-Frei"-Angebot die Anamnese, einen persönlichen zweistündigen Workshop mit dem Arzt, eine Entspannungstherapie mit Personal Coach sowie begleitende Körperwahrnehmungsübungen und eine Massage. Damit will das Mitglied der Wellness-Hotels Deutschland bei Gesundheitsreisen die erforderliche Fachkompetenz garantieren. Was für das Hotel, das schon seit längerem gesundheitsorientiert agiert und sogar eine separate Etage mit besonderen Wellness-Zimmern eingerichtet hat, ein Muss - aus Überzeugung - darstellt.

 

„Die Resonanz ist steigend", so Schröter. „Interessanterweise fragen jetzt viele Firmen im Rahmen ihrer Tagungen bei uns einen zusätzlichen halben oder ganzen Tag für spezielle Gesundheitsworkshops an, wobei die Tagungsteilnehmer auch die Möglichkeit haben, unserer Ärztin Fragen zu stellen und viele Anregungen mit nach Hause zu nehmen."

 

Enerqetic Spa liegt im Trend

Nicht nur Unternehmen, auch immer mehr Individualreisende interessieren sich für Gesundheitsreisen und Wohlfühlangebote, die nachwirken. Selbst wenn hier noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist, vor allem mit Blick auf die finanzielle Investition in das eigene Wohlbefinden. Die Bereitschaft, der um sich greifenden Erschöpfung Einhalt zu gebieten, rückt laut des Deutschen Wellness Verbands jetzt das „Energetic Spa" in den Fokus und macht es zu einem der großen Spa Trends 2012 (siehe Seite 9).

 

Das Konzept präsentiert der Verband im März auf der Messe Beauty International Düsseldorf im Rahmen der Sonderschau Wellness: mit einer Art Muster-Spa, bei dem die Behandlungsräume nach energetischen Prinzipien gestaltet sind, ebenso wie die Behandlungen selbst. „Das Energetic Spa gilt - gerade vor dem Hintergrund der bei vielen Menschen zunehmenden Erschöpfungserlebnisse - als zukunftsweisendes Spa-Konzept", heißt es von Verbandsseite.

 

Und auch die Kooperation der Wellness-Hotels Deutschland hat sich des Themas angenommen: Die Studie „Der Gesundheitstourismus der Deutschen bis 2020" des Instituts für Freizeitwirtschaft zeigt, dass mehr als 50 Prozent der 25.000 Befragten ihrer Erschöpfung, Mattigkeit und Leistungsabfall in einem Gesundheitsurlaub vorbeugen wollen. 60 Prozent der Gesundheitstouristen versprechen sich von Entspannungstechniken eine deutliche Besserung bei der Stressbewältigung.

 

Stress durch Mehrfachbelastung, die heute permanente Verfügbarkeit und der wachsende Leistungsdruck kristallisieren sich als maßgebliche Auslöser der „modernen" immer häufiger psychischen Erkrankungen heraus. „Die Diagnose des Erschöpfungssyndroms ist an sich nichts Neues", sagt Franziska Fehle-Friedel, Chefin und zugleich Ärztin des Parkhotels am Soier See in Bad Bayersoien. „Aber sie ist jetzt kein Tabu-Thema mehr und quasi gesellschaftsfähig geworden. Das fördert natürlich die Bereitschaft, etwas zu tun." Denn die schlimmste Folge wären Depressionen. Und davon sind längst nicht nur Manager betroffen.

Für ein (Medical) Wellnesshotel liegt in diesem Bereich die besondere Chance darin, dass die Menschen - sofern es noch nicht zu spät ist -verständlicherweise lieber in ein Hotel gehen anstatt in eine Klinik oder in ein Sanatorium. Bewegungstherapie, gezielte Entschleunigung und Entspannung sowie gesunde Ernährung oft in Kombination mit Entgiftung und Fasten sind die Bausteine eines solchen Präventiv-Programmes. Und da kann ein Wellnesshotel durchaus aktiv werden.

 

Kompetent gegen Burnout

„Es geht hier aber nicht darum, ein bisschen Wellness zu machen, um runterzukommen", warnt Fehle-Friedel. „Das wäre zu wenig. Der Burnout-Gefährdete muss in seinem Leben etwas ändern und das muss ihm kompetent kommuniziert werden." Sie hält daher nicht grundsätzlich jedes Wellnesshotel dafür geeignet, sich in diesem Bereich einzubringen. Nur wenn dem Gesundheitsreisenden ein kompetenter Gesprächspartner - Psychologe, Psychotherapeut oder ein Arzt - zur Verfügung stehe, machen ihrer Ansicht nach Angebote zur Burnout-Prophylaxe im Hotel überhaupt Sinn.

 

Einige Häuser haben sich des Themas bereits verantwortungsvoll angenommen. Im ärztlich geführten Menschels Vitalresort in Bad Sobernheim wird dabei vor allem die Verbesserung der körpereigenen Fitness in den Mittelpunkt gerückt. In Schüle's Gesundheitsresort & Spa in Oberstdorf können sich Burnout-Gefährdete nach medizinischem Check-up in einem einwöchigen Programm mit Personal Coaching, Einzelsitzungen mit Arzt oder Psychologen sowie überwachten Aktivitäten und Entspannungstechniken in der Gruppe wieder fit machen lassen. Und das Romantikhotel Resort Die Wutzschleife im niederbayerischen Rötz-Hillstett kombiniert Individualcoaching mit den Möglichkeiten der 3000 Jahre alten indischen Heilslehre Ayurveda: In die dreitägigen Stressbewältigungs-Seminare unter der Leitung von Heilpädagogin und Trainerin Christine Weiner sind Einzelcoachings eingebaut, Analysen und Hilfen, um „vom Stress in die Konzentration" zu kommen, sowie Meditations- und Bewegungsübungen.

 

Darüber hinaus soll die Konsultation beim Ayurveda-Spezialisten Anura Chandrasekera zu den eigenen Ressourcen zurückführen und mit Hilfe von Pulsdiagnose, ayurvedischen Massagen und Verhaltenstipps einen ganzheitlichen Ansatz für die Balance von Körper, Geist und Seele aufzeigen. „Nach dem Seminar haben Betroffene nicht nur einen Plan wie sie ihr Stressempfinden langfristig reduzieren können", so Weiner, „sie haben mit dem Ayurveda-Team aus Sri Lanka vor allem auch schon erste Schritte umgesetzt."

 

Und darum geht es: Sämtliche Maßnahmen in den Hotels können letztlich nur Anstoß sein und Wege aufzeigen. Die weiteren Aktivitäten obliegen den Menschen dann selbst: „Sie müssen in ihrem Leben etwas verändern, und da muss sich als erstes im Kopf etwas bewegen", sagt Franziska Fehle-Friedel. Daher bekommt der Seminargast im Parkhotel am Soier See auch Hausaufgaben für die Zukunft mit. Ein weiterer Schwerpunkt -zugleich ein Highlight übrigens für zahlreiche Wellnesshotels auch ohne Burnout-Offerten -liegt im Bereich der Ernährungsumstellung, der Entschlackung und Entgiftung.

 

 

Körper und Geist im Blick

Speziell Fasten ist nach Ansicht der Ärztin - und vieler weiterer Experten - eine ideale Möglichkeit, um „komplett mal runterzufahren". Sie setzt auf die Mayr-Medizin, in Form einer modifizierten Fastentherapie. „Es kommt ja nicht von ungefähr, dass in jeder Weltreligion einmal im Jahr eine gewisse Zeit zum Fasten verankert ist -weil es sowohl der Gesundheit als auch der geistig-seelischen Regeneration dient."

 

Alle Programme sind jedoch immer individuell zu betrachten. Das ist offensichtlich gerade bei Burnout-Angeboten wichtig. Der eine Gast braucht mehr Fitness, dem anderen hilft Ayurveda oder Moor. Im Hotel- und Wellness-Refugium Das Kranzbach in Klais bei Mittenwald realisiert die Ärztin Christine Müller bereits im zweiten Jahr ein spezifisches Detox-Programm, das letztlich in dieselbe Richtung geht.

 

Detox kommt aus dem Englischen und bedeutet Entgiften. Es soll den Organismus von Schwermetallen und chemischen Giften reinigen und folglich entlasten. Was gleichzeitig eine positive Wirkung für Geist und Seele haben soll. Christine Müller, Ärztin mit Zusatzausbildung in Naturheilkunde, Kur- sowie der EX. Mayr-Medizin, betrachtet Verdauungsprobleme als ein Hauptproblem unserer Zeit und als Ausgangspunkt gerade auch für Folgeerscheinungen wie das Ausgebranntsein, Lust- und Kraftlosigkeit, Angstzustände und Burnout. So sind in der Kranzbach-Pauschale mit fünf, sieben oder bis 12 Übernachtungen unter anderem Behandlungen wie Bauchmassagen Körperpackungen, Bäder und eine Detox-Vitalküche enthalten.

 

Und natürlich weiß auch Christine Müller, dass nur wenige Tage Auszeit für Betroffene keine absolute Lösung darstellen. „Man erreicht in nur wenigen Tagen freilich keine umfassende Änderung des Lebensstils", betont sie. „Aber es gibt, sofern das Programm fachlich betreut ist, sicher wichtige erste Schritte, die der Gast in eine neue Richtung gehen kann."

 

Dass gerade der Break für eine Auszeit und die Sorge und wortwörtliche „Berührung" in einem Wellnesshotel gut tun kann, steht außer Frage. „Menschen mit einem akuten Burnout-Syndrom gehören natürlich in die Hand des Arztes" betont Michael Altewischer, Geschäftsführer der Wellness-Hotels, „aber im Vorfeld lässt sich vieles tun, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen."

 

Dennoch muss sich jedes Wellnesshotel sehr genau überlegen, ob es sich in dieses Geschäftsfeld einklinkt und ob das Management des Wellnesshotels fähig und bereit ist, die Verantwortung für eine derartige Betreuung der Gäste zu übernehmen. Halbherzigkeit funktioniert nicht. Aber das ist auch beim Gesamtkonzept eines Hauses letztlich nicht anders: Jede konzeptionelle Richtung, die ein Hotelier eingeschlägt, sollte - und muss - bis ins Detail gelebt werden. Nur so ist ein Wellnesshotel glaubwürdig und authentisch.

 

http://www.ahgz.de/




Geprüfte Wellness-Qualität: 1997 wurden die Wellness-Hotels & Resorts in Deutschland - unter dem Zeichen des Wellness-Baums - gegründet. Zu diesem Anlass wurden erstmals Qualitätskriterien für Wellness-Hotels definiert und seitdem kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. 2005 machen DEHOGA* und IHA** die Grundzüge dieser Qualitätskriterien zum Maßstab für die offizielle Definition eines Wellness-Hotels: eindrucksvolle Anerkennung der Fachwelt für die von unseren Hotels geleistete Pionierarbeit.

* Deutscher Hotel und Gaststättenverband
** Hotelverband Deutschland