Das Wellness-Lexikon der Wellness-Hotels & Resorts

Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub

Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.


Barfußpfad  -  barfuß gehen ist eine sinnliche Erfahrung für die Füße

Barfußpfad - was ist das ?

Der Reiz der Barfußpfade liegt in der sinnlichen Erfahrung, barfuß über verschiedene Untergründe zu gehen. Als Barfußpfade werden sowohl kurze Pfade als auch lange Strecken verstanden. Sie dienen der Gesundheit, dem bewussten Fühlen mit den Füßen sowie der Stärkung der achtsamen Wahrnehmung der Natur. Unsere Füße sind das Kontaktorgan zum Boden und sie tragen uns durch unseren Alltag. Gerade deswegen ist es eine wertvolle Erfahrung, diesen im Alltag mehr Aufmerksamkeit zu widmen. 

Barfußpfad - Welche Materialien?

Beliebte Materialien für Barfußpfade sind beispielsweise 

  • Baumscheiben
  • Tannenzapfen
  • Rindenmulch
  • Sägespäne
  • Kieselsteine 
  • Moor
  • Sand 
  • Feiner Kies
  • Steinbrocken
  • Querhölzer
  • Balancierstamm
  • Wasser
  • Muscheln
  • Humus
  • Gras

Wie lange gibt es Barfußpfade bereits in Deutschland?

Seit 1992 in Bad Sobernheim der erste Barfußpfad in Deutschland eröffnet wurde, wächst das Interesse an dieser naturverbundenen Freizeitmöglichkeit stetig weiter. Regelmäßiges Barfußgehen ist jedoch nicht nur eine sinnliche Erfahrung, es ist auch der allgemeinen Gesundheit zuträglich. 

Warum der Barfußbad so gesund ist

Durch den unebenen Untergrund, der durch die verschiedene Materialien beding ist, wird der Fuß beim Laufen wesentlich stärker aktiviert als auf glattem Untergrund oder in Schuhen. Diese Eigenschaften fördern die Stärkung der Füße und des Rückens.

Barfußpfad – was wird gefördert?

Barfußlaufen im Freien sowie auf Barfußpfaden hat viele positive Effekte auf den Körper. Dazu zählt unter anderem

  • eine Steigerung der Durchblutung
  • bei kühlen Temperaturen kurbeln die Kältereize die Wärmeproduktion im Körper sn
  • die Nutzung der idealen Abrollbewegung des Fußes, die der Rückenmuskulatur entscheidende Impulse zur Schonung von Wirbelgelenken und Bandscheiben gibt
  • die Stärkung von Füßen und Rücken, da die Unebenheiten ihnen viel Beweglichkeit abverlangen
  • die Muskelspannung stützt das Fußgewölbe und kann die Entstehung von Fußschäden verhindern
  • eine Verbesserung des psychischen Befindens, da Glückshormone durch die Reize an den Fußsohlen verstärkt gebildet werden
  • der Wadenmuskel kann in seiner Funktion als Blutpumpe seine Funktion voll entfalten und gilt daher als Heilmethode gegen Venenleiden

Welche Arten von Barfußpfaden gibt es?

Heute gibt es in ganz Deutschland Barfußpfade unterschiedlicher Art. Generell lässt sich zwischen drei verschiedenen Formen unterscheiden. 

  1. Fußfühlpfade: Fußfühlpfade werden meist temporär aufgebaut und umfassen verschiedene Materialien. Die Materialien werden dafür meist auf Vlies ausgestreut oder in Kartons platziert. Meist umfassen diese Pfade eine Länge von zehn bis 100 Metern.
  2. Barfußwanderwege: Barfußwanderwege umfassen meist eine Länge von einem bis fünf Kilometern Länge und verfügen daher über eine angenehme Bodenstrecke. Dabei werden die Bedingungen der Region einbezogen, um ein besonders authentisches, naturverbunden Erlebnis zu kreieren. Auch das Balancieren über Baumstämme oder Steinbrocken wird gerne in solche Strecken eingebunden. 
  3. Barfußparks: Barfußparks werden gerne nahe an Kuranlage angeboten. Hierfür ist eine längere Wegstrecke nötig, die die Interessierte ablaufen können. Abwechselnde Bodenbeläge sorgen für Vielfalt. Oft finden sich hier auch Wahrnehmungsstationen, in denen Teilnehmer mit ihren Hände Dinge erfühlen können. Bei solchen Anlagen ist es insbesondere wichtig, den Park gut zu pflegen, damit Gefahren für die Nutzer ausgeschlossen werden können.