Das Wellness-Lexikon der Wellness-Hotels & Resorts

Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub

Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.


Körperfettanteil  -  Ein maßgeblicher Gesundheitsindikator

Was bedeutet Körperfettanteil?
Der Körperfettanteil, kurz KFI genannt, zeigt den prozentualen Anteil von angelagertem Fett im Verhältnis zur Gesamtmasse des Körpers. Er gibt damit genaueren Aufschluss darüber, wie sich das Gewicht eines Menschen zusammensetzt. Wir wissen, dass Personen mit demselben Gewicht durchaus einen vollkommen gegensätzlichen Körperbau aufweisen können. So kann ein Mann mit 100 Kilo schon etwas zu viel auf den Rippen haben, wohingegen ein anderer mit dem gleichen Gewicht ein reines Muskelpaket ist. Man sieht: Es ist entscheidend, neben dem Gewicht, auch seinen Körperfettanteil zu ermitteln. Dieser lässt noch genauere Rückschlüsse auf den Gesundheits- und Fitness-Zustand zu, als beispielsweise der bisher häufig verwendete Body-Mass-Index (BMI). Letzterer bewertet im Gegensatz zum Körperfettanteil lediglich Alter, Größe und Gewicht. So kann ein durchtrainierter Sportler einen schlechteren BMI haben als eine unsportliche Person, die aufgrund eher untrainierter Muskeln schlicht leichter ist.  Der Körperfettanteil lässt da weniger Spielraum zu.  

Körperfettanteil berechnen
Zur Ermittlung des eigenen Körperfettanteils gibt es verschiedene Methoden. Die gängigsten sind das Wiegen mit einer Körperfettwaage, die Hautfaltenmessung und die US Navy Methode.

1. Die Körperfettwaage
Diese speziellen Waagen sind sehr beliebt bei der Körperfettanteil-Analyse. Sie sind simpel in der Anwendung und man kann bequem selbst zu Hause seinen Körperfettanteil messen. Die Waage verfügt über zwei Metallplatten auf denen die Füße positioniert werden. Bei der Messung werden Elektroimpulse, die sogenannten Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA), durch die unteren Extremitäten geschickt. Anhand des Widerstands, auf den der Strom trifft, kann die Waage berechnen, wie viel Fett- und wie viel Muskel-Masse vorhanden ist. Fett leitet weniger gut als Muskeln oder Wasser. Desto höher also der Widerstand, desto höher der Körperfettanteil. Nachteil bei dieser Messung: Es wird nur der Unterkörper in der Messung mit einbezogen. Somit funktioniert die Analyse nur bei einer relativ gleichmäßigen Figur wirklich zuverlässig. Liegt eine überdurchschnittliche Fettablagerung im Ober- oder Unterkörper vor, ist die Messung verfälscht. Außerdem zu beachten: Der Wasserhaushalt im Körper ist stark schwankend. So kann die Waage innerhalb weniger Stunden zu unterschiedlichen Messergebnissen gelangen. Zur Kontrolle möglicher Diäterfolge ist sie aber allemal geeignet. Man muss beim Messen allerdings für möglichst gleiche Bedingungen Sorgen. So kann man über einen längeren Zeitraum gut die Entwicklung des Körperfettanteils ablesen. 

2. Die Hautfaltenmessung
Eine präzisere Methode, um den Körperfettanteil zu messen, ist die Hautfaltenmessung. Dabei werden die Hautfalten an verschiedenen Regionen des Körpers mit Hilfe eines sogenannten Fatcaliper gemessen. Dieser misst durch seine Zangenform die Dicke der Hautfalten an den unterschiedlichen Körperstellen. Die Messergebnisse werden anschließend in einen Rechner eingetragen, welcher aufgrund der Daten den Körperfettanteil berechnen kann. Diese Rechner finden sich auch für jeden zugänglich auf diversen Internetseiten. Am gängigsten bei dieser Messung ist die 3-Falten Methode. Dabei werden beim Mann die Regionen Bauchfalte, Brustfalte und Beinfalte, bei den Frauen Bauchfalte, Trizepsfalte und Hüftfalte gemessen. Anfänglich müssen die Messungen pro Körperregion mehrfach durchgeführt werden, um auf den korrekten Körperfettanteil zu kommen. Die Methode bedarf ein wenig Übung, ist allerdings bei richtiger Anwendung durchaus zuverlässiger als die Körperfettwaage.

3. Die US Navy Methode
Eine weitere, recht simple und günstige Methode zum Körperanteil Berechnen ist die US Navy Methode. Für diese benötigt man lediglich ein handelsübliches Maßband. Es werden, wie auch bei der Hautfaltenmessung, verschiedenen Regionen des Körpers gemessen und anschließend in einen Rechner eingetragen. Bei Frauen wird der Umfang des Bauches, Nackens und der Hüfte gemessen. Bei Männern fließt nur der Bauch- und Nackenumfang in die Analyse mit ein. Die Ergebnisse dieser Methode sind allerdings gröber, als die der anderen, jedoch auch am leichtesten und günstigsten selbst durchführbar.

Körperfettanteil – wie viel ist normal?
Ein zu hoher Körperfettanteil birgt enorme gesundheitliche Risiken. Herz- Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes können die Folge sein. Es gibt allerdings nicht den einen Normalwert. Man muss zwischen dem „Körperfettanteil Frau“ und „Körperfettanteil Mann“ unterscheiden. Ebenso gibt es Unterschiede in den Altersklassen. Den idealen Körperfettanteil für jeweils Mann (obere Tabelle) und Frau (untere Tabelle) in den unterschiedlichen Altersgruppen zeigen die folgenden Grafiken:

Körperfettanteil Mann Körperfettanteil Frau Tabellen

Was tun, um den Körperfettanteil zu senken?
Den Körperfettanteil reduzieren kann man mit einer gesunden Mischung aus Sport und Ernährung. Bei der Ernährung gibt es keine allgemeingültige Formel. Manch einer nimmt besonders gut mit der Low-Carb Diät ab, während andere Kohlenhydrate sehr gut vertragen. Egal welcher Typ man ist, das Wichtigste ist überhaupt zu essen. Hungern oder gar Nulldiäten sind nicht nur gefährlich, sondern führen ebenso zum Muskel- wie zum Fett-Abbau. Bewirken also für den Körperfettanteil gar nichts. Beim Sport muss es ein Mix aus Kardio- und Kraft Training sein. Männer legen gerne den Fokus auf Kraftsport, während Frauen oft zu Kardio-Workouts tendieren. Um den Körperfettanteil zu senken und in einem guten Verhältnis zum Muskelanteil zu halten, muss jedoch beides praktiziert werden.