Das Wellness Lexikon - der Wellness Hotels & Resorts
Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub
Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.
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Schröpfen - Durch Unterdruck wird das Gewebe stärker durchblutet
Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren, das bereits seit 5000 Jahren bekannt ist. Die alten Ägypter verwendeten Schröpfköpfe aus Glas für die Behandlung. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist das Schröpfen ebenfalls tief verwurzelt und wird häufig mit der Akupunktur kombiniert. Heute wird Schröpfen in der Alternativmedizin eingesetzt und zählt dort zu den ausleitenden Verfahren.
Zum Schröpfen werden kleine Glastassen verwendet, die der Therapeut auf Rücken oder Bauch platziert. Dazu erwärmt er die unten offenen Glaskugeln innen mit einer Flamme und setzt sie auf die Haut des Patienten. Mit dem Abkühlen entsteht ein Unterdruck und ein Zug auf das Gewebe. Dadurch wird die unter dem Schröpfkopf liegende Haut gereizt und das Bindegewebe stärker durchblutet. Die verbesserte Mikrozirkulation soll schmerzhafte Muskelverspannungen lindern. Darüber hinaus vermag das Schröpfen unter Umständen die Behandlung von inneren Erkrankungen wie Lungen-, Gallen- und Leberleiden unterstützen.
Beim blutigen Schröpfen wird – ehe das Glas mit Unterdruck aufgesetzt wird – die Haut angeritzt. Damit zieht der Unterdruck das Blut verstärkt durch die Verletzungen heraus. Es handelt sich hierbei um eine Art des Aderlasses. Demgegenüber steht das trockene Schröpfen, bei dem das Schröpfglas auf unversehrte Hautstellen gesetzt wird. Bei bestimmten Krankheitsbildern darf dieses Naturheilverfahren nicht angewendet werden. Dazu zählen beispielsweise Hauterkrankungen. Auch Patienten, die an einer Blutgerinnungsstörung leiden oder blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten nicht geschröpft werden. Außerdem ist während einer Schwangerschaft Vorsicht angeraten und das Setzen der Gläser im unteren Körperbereich tabu.




