Das Wellness-Lexikon der Wellness-Hotels & Resorts

Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub

Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.


Aloe Vera  -  Heilpflanze, die wohltuenden Schutz und Pflege für die Haut spendet

Die Aloe ähnelt zwar einem Kaktus, gehört aber zu der Familie der Liliengewächse. Sie stammt ursprünglich aus Afrika und Madagaskar. Bereits lange vor Kleopatra entdeckten die alten Ägypter die Heilkraft der Aloe. Sie verwendeten das kühle, beruhigende Gel ihrer Blätter zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden und nannten die Aloe "Blut der Götter". 

Über den östlichen Mittelmeerraum gelangte sie nach Europa. Aber auch in Asien wurde Aloe schon vor 6.000 Jahren für die Gesundheit und Schönheit eingesetzt. Der Sanskrit Name von Aloe bedeutet übersetzt „Mädchen“. Aloe soll also jugendliches Aussehen verleihen.

Mittlerweile wird die Aloe Vera in vielen tropischen und subtropischen Gegenden angebaut. Wichtig ist der streng biologische Anbau der Aloe Vera, da sie in der Kosmetik  Verwendung findet und mit empfindlichen Hautpartien in Berührung kommt. Die Pflanzen müssen daher frei von Pestiziden und Schadstoffen sein. Für medizinische und kosmetische Zwecke wird meistens das Gel aus der innersten Schicht der Pflanze genutzt.  Lange Zeit war ein aus der Aloe gewonnenes Harz ein beliebtes Abführmittel. Noch heute wird vor allem aus Aloe Capensis und Aloe Ferox ein Granulat gewonnen, das reich am abführend wirkenden Aloin ist. 

Die Aloe Vera enthält mehr als 200 verschiedene Inhaltsstoffe, die gemeinsam ihre Wirkung ausmachen.  Längst sind jedoch noch nicht alle Inhaltsstoffe erforscht. Die Wirkung der Aloe liegt in dem Zusammenspiel ihrer Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe.  Der Hauptwirkstoff ist Aloverose, ein Vielfachzucker, der die Widerstandskraft der Zellmembran stärkt. Hinzu kommen noch Wirkstoffe wie z.B. Salicylsäure, das Entzündungen und Bakterien ausbremst sowie die Vitamine A, C und E. Früher war es jedoch schwierig, frisches Aloe-Gel zu stabilisieren, da es an der Luft sofort zerfällt. Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts patentierte der amerikanische Apotheker Bill C. Coats ein Verfahren zum Haltbarmachen des Gels, indem er es drei Tage lang unterschiedlichen Temperaturen aussetzte. Heutzutage wird das Mark der Aloe durch ultraviolette Strahlung oder Gefriertrocknen konserviert.

Die meisten Hersteller setzen Aloe in Produkten ein, die Feuchtigkeit spenden oder die Haut kühlen oder beruhigen sollen. Zum Beispiel in After Sun Produkten oder als Feuchtigkeitsspender für trockene oder schuppige Haut. Normalerweise wird Aloe Vera von allen Hauttypen gut vertragen, sogar bei sehr empfindlicher Haut oder Haut, die zu Neurodermitis neigt.