Das Wellness-Lexikon der Wellness-Hotels & Resorts

Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub

Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.


Asanas  -  Körperübungen im Yoga für Kraft, Beweglichkeit und Entspannung

Was sind Asanas?

Asanas (der Begriff „Asana“ bedeutet feste Körperstellung und stammt aus dem Sanskrit) sind festgelegte Körperübungen, die langsam und meditativ ausgeführt werden. Eine Asana sollte immer über eine bestimmte Zeit gehalten werden. Bewusste Atmung spielt bei der Ausführung der Asanas eine entscheidende Rolle. Es gibt verschiedene Kategorien von Asanas. Sie können sitzend, stehend oder liegend ausgeführt werden. Es gibt Vorwärts-, Rückwärtsbeugungen und Drehungen. Langsam und bewusst ausgeführt bringen die Asanas nicht nur körperliches Wohlbefinden, sondern sind auch geistige Übungen in Konzentration und Meditation.Bei einem idealen Übungsprogramm werden alle Gelenke von den Zehen bis zu den Fingerspitzen einmal durchbewegt und alle Bereiche des Körpers einschließlich Atemapparat und Kreislaufsystem gespürt und trainiert.

Was bewirken Asanas?

Durch das Üben der Asanas verbessert sich die Muskelkraft und die Muskelspannung. Asanas erhöhen die Beweglichkeit und regen darüber hinaus den Kreislauf an. Durch regelmäßiges Praktizieren der Asanas steigert sich zudem die Ausdauer und Konzentration. Wichtig ist, die Asanas regelmäßig unter Anleitung eines kompetenten Lehrers zu trainieren, da ungenau oder falsch eingenommene Haltungen zu Schäden führen können.

Den Asans werden zudem weitere positive Wirkungen zugeschrieben. Dazu zählen: 

  • Das Aktivieren der Muskeln
  • Aufrichtung der Wirbelsäule
  • Verbesserung der Dehnbarkeit des ganzen Körpers
  • Verbesserung der Durchblutung 
  • Unterstützung der körperlichen Entgiftung
  • Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Stärkung des Immunsystems

Welche Asanas gibt es? Übersicht der Asanas

Die genaue Anzahl an bestehenden Asanas lässt sich nicht bestimmen. Bekannt sind beispielsweise folgende:

  • Shirshasana (Kopfstand)
  • Shavasana (Totenstellung/Entspannungslage)
  • Paschimottanasana (Vorbeuge)
  • Bhujangasana (Kobra)
  • Vrikshasana (Baumhaltung)
  • Sarvangasana (Schulterstand, Kerze)
  • Matsyasana (Fisch)
  • Shalabhasana (Heuschrecke)
  • Dhanurasana (Bogen)
  • Ardha Matsyendrasana (Drehsitz)
  • Pada Hastasana (Kopf-Fuß-Stellung)
  • Adhomukha Shvanasana (Nach unten schauender Hund/Dachstellung)

Dabei wirkt das Ausführen der Asanas positiv auf die drei Ebenen 

  • Körper
  • Geist
  • Seele

sowie auf die energetische Ebene.

Asanas-Abfolge: Der Sonnengruß

Die Asanas werden typischerweise nicht als abgeschlossene Übung durchgeführt, sondern gehen ineinander über. Eine solche Abfolge wird Vinyasa genannt. Diese folgen dem Atem und ergeben so einen fließende Bewegungsablauf. Bekannt ist unter anderem der Sonnengruß, der insgesamt zwölf Asanas umfasst. Dazu gehören:

  1. Tadasana (Berghaltung)
  2. Urdhva Hastasana (Bergposition mit Händen nach oben)
  3. Uttanasana (stehende Vorbeuge)
  4. Ardha Uttanasana (halbe Vorbeuge)
  5. Adho Mukha Svanasana (herabschauender Hund)
  6. Liegestütz
  7. Ablegen
  8. Bhujangasana (Kobra)
  9. Adho Mukha Svanasana (herabschauender Hund)
  10. Ardha Uttanasana (halbe Vorbeuge)
  11. Uttanasna (volle Vorbeuge) + Urdhva Hastasana
  12. Tadasana

Die Asanas und ihre Geschichte

In seinem Herkunftsland Indien hat Yoga eine tausende Jahre alte Tradition und umfasst durch seine starke spirituelle Ausrichtung alle Bereiche des täglichen Lebens. Die im Westen am meisten verbreitete Form des Hatha-Yoga ist allerdings weniger Weltanschauung als vielmehr Sport und Entspannungsübung.

Der Begriff Yoga stammt von der Wortwurzel „Yuj“ aus dem Sanskrit. Yuj bedeutet soviel wie zusammenbringen, sich vereinigen, aber auch den Geist bündeln und einen Punkt erreichen, der vorher unerreichbar schien.

Im Übungsprogramm des Yoga werden meistens fünf Elemente geübt. Die Asanas (Körperhaltungen), Pranayamas (eine Technik, den Atem zu regulieren), Rezitation (von Silben, Worten oder Textpassagen), die Meditation und das Ritual.