Das Wellness-Lexikon der Wellness-Hotels & Resorts

Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub

Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.


Tepidarium  -  Entspannungsraum mit Wärmeliegen zur Regeneration und Entspannung

Tepidarium -  Was ist das?

Ein Tepidarium ist ein Entspannungsraum mit Wärmeliegen aus Stein, Keramikfliesen oder Marmor. In ihm herrscht eine gleichmäßige, angenehme Wärme. Besucher des Tepidariums sind in der Regel leicht bekleidet und tragen einen Bademantel.

Was bewirkt eine Auszeit im Tepidarium?

Der Aufenthalt im Tepidarium ist schonend und anregend zugleich. Durch die körperähnliche Raumtemperatur wird ein gesundes Fieber erzeugt, welches das Immunsystem stärkt, ohne den Kreislauf zu belasten. Das Tepidarium wirkt vorbeugend sowie heilend und bietet eine ideale Entspannungs- und Regenerationsmöglichkeit für Jung und Alt. Die Temperaturen liegen zwischen 30° C und 40° C, das Raumklima ist mit einer Luftfeuchtigkeit von 20 Prozent trocken. Ein Besuch des Tepidariums sollte etwa 30 Minuten umfassen, wenn gewünscht kann er jedoch auch länger andauern. Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, werden zwei bis drei Besuche pro Woche empfohlen.

Wann hilft eine Auszeit im Tepidarium besonders?

Neben einem allgemeinen wohltuenden Effekt auf Körper, Geist und Seele wirkt ein Tepidarium auf folgende Aspekte positiv ein:

  • Entspannung der Muskulatur
  • Stärkung des Immunsystems
  • Prävention neuer Krankheiten
  • Bewältigung des Alltagsstress
  • Förderung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Allgemeine Regeneration
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Begünstigende Wirkung auf die Heilung von Gefäß- und Stoffwechselkrankheiten, schwachen Infektionen sowie Rheuma
  • Anregung von Entgiftungs- und Entschlackungsprozessen
  • Infektionen der Atemwege

Geschichte des Tepidariums

Die Geschichte des Tepidariums reicht lange zurück. In der Antike war es bereits Teil der römischen Badekultur. Die Thermen der damaligen Zeit folgten immer einem festen strukturellen Aufbau. Das Tepidarium verband das Caldarium, ein Heißbaderaum mit Wasserbecken, mit dem Frigidarium – mit einem Kaltbaderaum, der ebenfalls mit Wasserbecken ausgestattet war. Meist verfügte das Tepidarium über kein Becken und isolierte den warmen Bereich der Therme vom kühlen. Dies beschreibt auch der Wortursprung. Das Wort Tepidarium stammt vom lateinischen „tepidus“ und bedeutet soviel wie lauwarm.

Ins Tepidarium bei einer Erkältung?

Sollte bei akuten Erkältungen von Besuchen des Tepidariums abgesehen werden, kann es im Anschluss an eine Erkrankung eine sehr wohltuende Wirkung auf den ganzen Organismus haben. Die Muskulatur entspannt sich bei der angenehmen Wärme und das Immunsystem wird sanft gestärkt.