Das Wellness-Lexikon der Wellness-Hotels & Resorts

Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub

Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.


Wellness  -  - Ein ganzheitlicher Lebensstil zur Verbesserung der Lebensqualität

Wellness: Was ist das?

Wellness ist, in seinem Grundverständnis, ein ganzheitlich ausgerichteter Lebensstil, der Körper, Geist, Seele und Umwelt umfasst. Wellness als Lebensstil baut auf den vier Säulen Ernährung, Bewegung, Soziale Kontakte und Entspannung auf. Die Säulen bedingen sich gegenseitig im Streben nach persönlicher Exzellenz. Wer Wellness „lebt“, steigert seine Lebensqualität auf lustvolle Art und Weise. Dazu gehören der individuelle Auf- und Ausbau einer Grundfitness, die Fähigkeit aktiv zu entspannen und Stress zu verarbeiten, Kenntnisse über ausgewogene Ernährung sowie die Steigerung der Lebensfreude im Allgemeinen.

Wir bei den Wellness-Hotels & Resorts definieren Wellness daher als: Gesundheit, die Spaß macht!

Wellness: Die Geschichte 

Seinen Ursprung findet der Begriff Wellness im anglo-amerikanischen Raum. Wie von Professor Kai-Torsten Illing im ´Handbuch Freizeitsoziologie´ (erschienen bei Springer VS 2015) beschrieben, findet man bereits im Jahr 1654 im Oxford Dictionary den Begriff „Wellness“.  Hier wurde die Verwendung des Wortes „wealnease“ das erste Mal durch den Schotten Archibald Johnston Lord Wariston zur Beschreibung des Gesundheitszustands seiner Tochter schriftlich dokumentiert.

„I ... blessed God... for my daughter´s wealnesse“

 (Oxford English Dictionary 1971b, S. 3738)

In diesem älteren Zusammenhang bedeutete Wellness also Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden. Erst später wurde Wellness im anglo-amerikanischen Sprachraum durch den Begriff „Health“ für Gesundheit ersetzt. Nach Ansicht von Professor Illing ist die Aussage, dass es sich bei dem Begriff Wellness um einen  gänzlich neuen Begriff des 20. Jahrhunderts handelt, falsch. Allenfalls könnte man sagen, dass diesem bereits sehr alten Begriff durch die US-amerikanische Fitnessindustrie eine modifizierte Bedeutung zugeschrieben wurde mit Betonung von Well-being (wohlfühlen) und Fitness.

Ab Mitte des 20 . Jahrhunderts verbreitete sich Wellness als ganzheitlicher Gesundheitsbegriff in der Welt. Der amerikanische Arzt Halbert L. Dunn griff das Wort damals wieder auf und nutzte Wellness für ein Konzept, bei dem die Harmonie von Körper, Geist und Seele im Mittelpunkt eines gesunden Lebens stehen. Für dieses kontinuierliche Gleichgewicht seiner persönlichen Exzellenz sei demnach ein jeder Mensch selbst verantwortlich. – Auf die Frage seiner Kollegen, warum er denn nun `Wellness` und nicht den bekannten Begriff `Gesundheitsvorsorge` verwenden würde, war seine lakonische Antwort: „Weil bei Gesundheitsvorsorge niemand zuhört.“

In den 1970er Jahren wurde das Wort Wellness erneut aufgegriffen. Der Soziologe Donald B. Ardell und der Arzt John W. Travis etablierten Wellness als ein neues Gesundheitsmodell, um den steigenden Kosten des US-amerikanischen Gesundheitswesens entgegenzuwirken. Die Bevölkerung sollte so zu einem eigenständigen Beitrag für die Gesundheit motiviert werden. Der Schwerpunkt der Wellness-Bewegung lag damit, wie zuvor bei Halbert Dunn, auf einer eigeninitiativen Gesundheitsförderung. 

Wellness: Die Definition

Dr. Donald Ardell, einer der Wegbereiter der Wellness-Bewegung in den USA, definiert Wellness als Lebensstil und Philosophie: 

"Wellness ist zu einem Teil ein Lebensstil, zu einem anderen Teil eine Lebenseinstellung und darüber hinaus eine Lebensphilosophie. Wellness ist ein bewusstes Sich-Engagieren für persönliche Exzellenz. Wellness basiert auf einem klaren Verantwortungsgefühl speziell für die eigene Gesundheit und darüber hinaus für umfassende Lebensqualität im Allgemeinen. Wellness umfasst die körperlichen, seelischen und geistigen Aspekte des Seins. Ein Wellness-Lebensstil ist eine Art von Lebenskunst. Wenn man diese bewusst entwickelt und durch neue Erfahrungen, neues Wissen und sich verändernde Bedingungen verbessert, dann verstärken sich die Perspektiven für ein gutes und erfülltes Leben auf dramatische Weise. Das ist immer verbunden mit persönlicher Exzellenz in Bereichen wie Fitness, Zeit- und Stressmanagement und mit Wertschätzung der eigenen Person, wie auch einem entsprechenden konstruktiven Umgang mit sich selbst. Wellness erfordert eine nie endende Neugier für Vorhaben, Werte und den Sinn des Lebens."

Wie so viele Trends fand der Begriff Wellness aus Amerika dann auch den Weg nach Europa. Auf der Reise über das Meer veränderte sich jedoch zunächst das Verständnis von Wellness. Von einem ganzheitlichen Ansatz in Amerika wurde es zunächst zu einem Synonym für Entspannung und Wohlfühlen in Mitteleuropa. Seit 2000 wird der Begriff Wellness auch in Europa als ganzheitliches Lebensstil-Konzept, aufbauend auf den vier Säulen Ernährung, Bewegung, Entspannung und soziale Kontakte, verstanden.

Bedeutungsunterschiede in der Definition von Wellness

Obwohl der Begriff Wellness in seiner ursprünglichen Bedeutung für „Gesundheit“ und „Wohlbefinden“ steht, gibt es inhaltliche Unterschiede dieses Begriffs in den mitteleuropäischen und anglophonen Ländern. In den mitteleuropäischen Ländern steht Wellness im unmittelbaren Zusammenhang mit Einrichtungen für Freizeit und Tourismus, zum Beispiel Wellnesshotels, Wellnessabteilungen etc. Hier geht es um Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit Gesundheit, Prävention, Wohlbefinden, Entspannung und Körperoptimierung stehen. In diesem Kontext ist Wellness eine reine Selbstzahlerleistung.

In den anglophonen Ländern wird der Begriff Wellness häufig im Zusammenhang mit betrieblicher Gesundheitsvorsorge verwendet. Viele Unternehmen unterstützen hier ihre Mitarbeiter in den Bereichen Gesundheit und Prävention (auch unter der Bezeichnung ´Corporate Health´ zu finden). Die dazugehörenden Institutionen heißen hier beispielsweise „Wellness Center“ oder „Health & Wellness Center“. (Quelle: Prof. Kai Torsten Illing, Handbuch Freizeitsoziologie, erschienen bei Springer VS 2015).

Wellness: Was gehört dazu?

  1. Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist die Basis für ein gutes Körpergefühl. Sie sorgt für eine ausreichende Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen und ist der „Kraftstoff“ des Körpers. 
  2. Bewegung: Sport hält Körper und Geist fit. Regelmäßiges Bewegung, angemessene Anstrengungen und Freude und Motivation am Sport sind dabei der Schlüssel für langanhaltende Fitness. 
  3. Soziale Kontakte: Ob digital oder analog: Menschen sind soziale Wesen. Freundschaften und Beziehungen machen daher glücklich und sorgen für emotionale und soziale Stabilität. 
  4. Entspannung:Von Meditationen über regelmäßige Spaziergänge bis hin zu Auszeiten vom Alltag: Entspannungspausen sind für das körperliche und geistige Wohlbefinden von immenser Bedeutung. 

"Wellness bedeutet sich nachhaltig zu engagieren – für persönliche Exzellenz von Körper, Geist und Seele. Dadurch steigen die Aussichten auf ein erfülltes und gesundes Leben bis ins hohe Alter auf dramatische Weise” (Dr. John Travis)

Wellness in Deutschland: Vom Luxus zur Lebensphilosophie

Anfang der 1990er Jahre kam  der Begriff Wellness nach Europa. Zunächst im touristischen Sektor, die österreichische Hotellerie war hier Vorreiter. Warum denn im Tourismus, ist dann eine berechtigte Frage. Die Antwort ist einfach: Seinerzeit war das Kurwesen in Zentraleuropa hoch effizient ausgelastet und als komplett durch die Krankenkassen finanzierter, kurativer Gesundheitsurlaub etabliert.

Die amerikanische Selbstzahler-Mentalität für Gesundheitskosten hatte also im deutschsprachigen Gesundheitswesen Europas keinen wirtschaftlichen Nährboden. Der Tourismussektor aber entdeckte mit ´Wellness im Hotel´ eine Möglichkeit, dem gewillten Selbstzahler einen facettenreicheren (Präventions-)Urlaub anzubieten. Mehr Komfort, mehr Genuss und mehr Entspannung, dafür weniger früh aufstehen – und das ganze mit dem Partner | der Partnerin. – Bis heute ist der Wellness-Tourismus ein florierender Markt und das weltweit. Nirgendwo wird mehr ein Ferienhotel | eine Ferienanlage im 4 + 5 Sterne Segment gebaut, die nicht über entsprechende Spa- und Wellnesseinrichtungen verfügen.

Im Jahr 1997 gründeten 17 deutsche Ferienhoteliers, die Wellness schon damals als „Gesundheit, die Spaß macht“ verstanden, unter dem Markenzeichen des ´Wellness-Baumes´ die Kooperation der „Wellness-Hotels & Resorts“. Der Grundstein für ein einheitliches Verständnis von ´Wellness im Hotel´ wurde damit gelegt. Dafür sorgte unter anderem ein Kriterienkatalog, der die Anforderungen an ein Wellnesshotel definierte und für ein einheitliches Verständnis von Wellnesshotels sorgte. Auch heute noch sind diese Qualitäts-Kriterien für Wellnesshotels im deutschen Hotelmarkt anerkannt.

Wo erlebt man Wellness?

Nach der Definition von Donald Ardell ist Wellness – wie oben beschrieben – ein ganzheitlicher Lebensstil. Deswegen geht es nicht allein um das einzelne Erlebnis, sondern die Integration des Wellness-Konzepts in den Alltag. Wellness kann somit der Spaziergang durch den Wald, der frische Salat zu Mittag, der Besuch in der Kirche oder auch der Konzertbesuch mit Freunden sein – wobei das selber musizieren bzw. mit einer Gruppe von Freunden auch eine wichtige (soziale) Komponente für die Seele sein kann. Wellness ist also gelebte, individuelle Vielfalt.

Ist da, wo Wellness draufsteht, auch Wellness drin?

Wellness ist seit den 90er Jahren ein beliebtes Modewort und wird vielen Produkten als – grundsätzlich positiv besetzter – Begriff hinzugefügt. Das Anhängen von ´Wellness´ suggeriert dabei natürlich immer, dass das Produkt gut für die Gesundheit und das Wohlbefinden der eigenen Person ist. Daher gibt es eine große Palette mit scheinbaren Wellnessprodukten: Von Wellness-Joghurt und –Drinks, Wellness-Socken, Wellness-(Trainings-)Anzügen bis zum ´Wellness für das Auto´. Mit der Definition Wellness von Donald Ardell und Dr. John Travis hat dies gar nichts mehr zu tun, sondern ist reines Marketing. 

Warum ist Wellness wichtig?

Wellness als Lebenskonzept hat das Ziel, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und ist auf individuelles Wohlbefinden ausgerichtet. Das Besondere ist, dass der Weg dahin nicht vorgeschrieben ist, sondern es viele individuelle Möglichkeiten gibt seinen eigenen `Wellness-Lebensstil´ zu entwickeln. Aus einer Palette an Angeboten aus den unterschiedlichen Bereichen des oben angeführten 4-Säulen Konzepts kann jeder Mensch somit für sich entscheiden, worauf er seinen Schwerpunkt legt. Wellness dient der Gesunderhaltung und ist somit als Prävention einzuordnen. Es geht darum, Krankheiten vorzubeugen und ein selbst definiertes Maß an Gesundzufriedenheit zu erhalten. Das besagt, dass ein Mensch einen Grad an Gesundheit erreicht und hält, mit dem er dauerhaft zufrieden ist.  Dieser Prozess der stetigen Verbesserung des eigenen Wohlbefindens ist Wellness als Lebensstil.



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