Das Wellness-Lexikon der Wellness-Hotels & Resorts

Ein kleines ABC für Ihren Wellnessurlaub

Die Angebote in Wellnesshotels enthalten oft Fachausdrücke, die nicht jedem geläufig sind bzw. geläufig sein können. Die wichtigsten Stichworte zum Thema Wellness und Wellnessurlaub haben wir hier für Sie in unserem ABC der Wellness Begriffe zusammengestellt und erläutert. Ein Hinweis für Ihre Recherche: Die Suchfunktion des Wellness Lexikons unterstützt auch Wort-Anfänge. So müssen Sie nicht den exakten Wortlaut ins Suchfeld eintragen.


Ganzkörpermassage  -  die wohltuende Massage des gesamten Körpers

Ganzkörpermassage – Was ist das?

Der Begriff Ganzkörpermassage beschreibt nicht eine Massageform. Es ist der Überbegriff für unterschiedliche Arten von Massagen, die den gesamten Körper umfassen. Einzig der Intimbereich wird hierbei außen vorgelassen. Neben der Ganzkörpermassage gibt es auch Teilkörpermassagen. Hier steht die Behandlung einzelner Körperteile wie der Rücken, die Schultern, der Nacken, die Füße, der Kopf oder das Gesicht im Fokus. 

Gründe für eine Ganzkörpermassage

Die Gründe für eine Ganzkörpermassage sind vielfältig. Manchmal sind es Schmerzen in einzelnen Körperpartien, manchmal chronische Beschwerden und manchmal ist es der Wunsch nach ganzheitlicher Entspannung. Durch die Lockerung verspannter Muskeln gelingt oft auch mentale und geistige Entspannung. Der Grund: Körper, Geist und Seele sind dem ganzheitlichen Verständnis nach miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. 

Wann wird eine Ganzkörpermassage angewandt?

Beschwerden, bei denen Massagen positiv auf die Ursache oder Symptome wirken können, sind:

  • Schlafstörungen
  • Schmerzlinderung
  • Schmerzprävention
  • Stressminderung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Arthrose
  • Erkrankungen der Atemwege
  • Neurologische Störungen

Manchmal werden die Massagen auch vom Arzt verschrieben und die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Dies ist der Fall, wenn körperliche Beschwerden vorliegen, die durch eine Massage nachweislich gelindert werden können. Das sind in der Regel Verspannungen, Schmerzen oder eine Beeinträchtigung der Muskulatur oder des Skeletts. Es gibt jedoch auch Erkrankungen, bei denen eine Massage vermieden werden sollte. Dazu gehören beispielsweise akute Infekte oder eine Thrombose. 

Was wird für eine Ganzkörpermassage benötigt?

Der Masseur wählt für die verschiedenen Massagen zwischen unterschiedlichen Massage-Ölen bzw. Geld, die es ihm ermöglichen, die Massagegriffe fließend und angenehm durchzuführen. Die Öle sind oft mit ätherischen Zusätzen angereichert, die die wohltuende Wirkung auf den Körper unterstützen. Je nach Massageart werden zudem weitere Hilfsmittel wie Bälle oder Stäbe genutzt. Führten früher ausschließlich Ärzten Massagen durch, gehört dies heute zu den Aufgaben von Masseuren und Physiotherapeuten. 

Was beinhaltet eine Ganzkörpermassage? Der Ablauf und das  Vorgehen bei einer Ganzkörpermassage

Der Ablauf einer Ganzkörpermassage lässt sich nicht pauschalisieren. Diese kann somit immer – je nach Therapeut und Art der Massage – variieren. Nach der Begrüßung und einem kurzen Gespräch zum Ablauf und der Abfrage der Indikationen nimmt der Gast auf der Massageliege platz. Dabei ist der zu Massierende entweder komplett entkleidet oder trägt je nach Belieben noch eine Unterhose. Während der Massage wird der Intimbereich zudem mit einem Handtuch bedeckt, in der Regel außerdem weitere Körperpartien, die in dem Moment nicht massiert werden. Das Wichtigste ist, dass der Gast sich gut betreut und rundum wohl fühlt. Dazu gehören auch die Anpassung der Zimmertemperatur sowie die Atmosphäre im Raum. 

Der Masseur beginnt die Ganzkörpermassage meist am Rücken. Hierfür nutzt er erwärmtes Öl, damit die Hände sanft über die Haut gleiten können. Darauf folgen die Arme und Beine. Je nach Massageart findet auch eine Reflexonenmassage der Hände und Füße sowie des Kopfes statt.

Im Anschluss dreht sich der Gast auf den Rücken und die Massage der Beine beginnt. Die Bauchpartie wird in der Regel durch leichte Streichungen massiert. Auch eine Behandlung der Brustmuskulatur findet in vielen Fällen statt. Die Arme werden mit Ausstreichungen bedacht und für die Oberarme intensivere Massagegriffe angewandt. Bei einigen Massagen findet zudem eine Massage von Kopf und Gesicht statt. Abschließend streicht der Masseur die rechte und dann die linke Körperhälfte aus.

Massage-Techniken

Bei einer Ganzkörpermassage können ganz unterschiedliche Techniken angewandt werden. Dazu gehören folgende Handgriffe: 

  • Kneten
  • Streichen
  • Drücken
  • Klopfen
  • Reiben
  • Vibrieren
  • Erschüttern
  • Schütteln
  • Hacken
  • Klatschen

Welche Bereiche werden bei einer Ganzkörpermassage massiert?

Je nach Ganzkörpermassage werden die verschiedenen Bereiche mit unterschiedlicher Intensität massiert. Bereiche, die bei einer Ganzkörpermassage behandelt werden, sind: 

  • Rücken
  • Beine
  • Arme 
  • Bauch
  • Hände
  • Füße
  • Gesicht
  • Kopf
  • Schultern
  • Nacken

Wie wirkt eine Ganzkörpermassage?

Massagen haben neben der Lockerung der Muskulatur weitere wohltuende Wirkungen auf den ganzen Organismus. Positive Effekte hierbei sind:

  • Förderung der Durchblutung
  • Lösen von Muskelverspannungen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Reduzierung von Stress
  • Senkung von Blutdruck und Puls
  • Lösen von Verklebungen im Bindegewebe
  • Verbesserte Wundheilung
  • Linderung von Schmerzen
  • Verbesserter Stoffwechseln in den Zellen
  • Entspannung

Verschiedene Arten der Ganzkörpermassage

Keine Ganzkörpermassage gleicht der anderen. Im Verlauf der Jahre haben sich unterschiedlichste Massagearten in aller Welt entwickelt, die alle eine unterschiedliche Entstehungsgeschichte aufweisen und aus verschiedenen Gründen entstanden sind. Ob als Teil eines ganzheitlichen Lebenskonzepts, zur Gesunderhaltung oder zur Behebung von körperlichen Beschwerden: Das Wissen über die unterschiedlichen Arten von Ganzkörpermassagen und deren zielgerichteten Einsatz bietet eine gute Grundlage, um Massagemethoden für jede Beschwerde zu finden. Bekannte Ganzkörpermassagen sind unter anderem:

  • Schwedische Massage
  • Tiefengewebsmassage
  • Shiatsu Massage
  • Ganzkörpermassage Lomi Lomi 
  • Ayurvedische Ganzkörpermassage
  • Akupressur Ganzkörpermassage
  • Thai Massage
  • Hot Stone – Massage
  • Shiatsu Massage
  • Dorn-Breuss Massage
  • Klangschalenmassage
  • Pantai Luar
  • Hot Chocolate Massage
  • Abhyanga - ayurvedische Massage
  • Tuina
  • Lomi Lomi Nui
  • Lulur Massage

Geschichte der Massage

Das französische Wort „Massage“ hat in den unterschiedlichen Sprachen eine leicht unterschiedliche Bedeutung. So bedeutet es in der griechischen Sprache „kneten“, im Arabischen „Berühren“.

Generell wird angenommen, dass die einfache Massage von schmerzenden Körperstellen als erste Form der Massage schon immer intuitiv angewandt wurde. Die gezielte Nutzung zur Gesundheitsförderungen fanden erstmals wahrscheinlich im Osten Afrikas sowie in China und Persien statt. 

Erwähnt wurden die unterschiedlichen Massagebegriffe bereits 2.600 vor Christus von dem Chinesen Huang Di. Auch die ayurvedische Lehre verfügt über frühe Nachweise verschiedener wohltuender Massagen, die mit ätherischen Ölen und wirksamen Kräutern durchgeführt wurden. 

Nach Europa gelangte das Wissen über die gesundheitsfördernde Wirkung von Massagen durch den griechischen Arzt Hippokrates, der seine Erkenntnisse schriftlich niederlegte. Weiter verfasste der Arzt Galenos in Griechenland verschiedene Texte über unterschiedliche, von ihm entwickelte Massageformen und für welche Beschwerden sich diese eigneten. Obwohl sein Einfluss bis in das Mittelalter reichte, schwand das Interesse an Massagen und anderen Präventionsmaßnahmen zu dieser Zeit.

Erst im 16. Jahrhundert fand die Massage durch Paracelsus, Arzt und Alchemist, wieder zu neuer Bedeutung. Da er jedoch die Lehren von Galenos nicht anerkannte, war er zu dieser Zeit unbeliebt. Erst der französische Arzt Ambroise Paré schafft es, Massagen als Therapie nach Operationen in der Medizin zu etablieren. Auch der deutsche Arzt und Begründer der Homöopathie Samuel Hahnemann inkludierte Massagen in seine Therapien mit Arzneibehandlungen.

Der Schwede Pehr Henrik Ling ist der Begründer der Schwedischen Heilgymnastik und eröffnete zu Beginn des 19. Jahrhundert das „Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage“. Hier gab er seine Ideen zu Massagen und Gymnastik weiter. Weitere Bekanntheit gewann die Massage durch die Arbeiten des holländischen Arztes Johann Georg Mezger, der so den wissenschaftlich anerkannten Grundstein für die Wirkung von Massagen legt. Zugleich etablierte er fünf Massagetechniken, die auch noch heute genutzt werden: 

·       Effleurage (französisch: effleurer, deutsch: „flüchtig berühren“)
·       Pétrissage (französisch: pétrir, deutsch: „durchkneten“)
·       Frictions (französisch: friction, deutsch: „Reibung“)
·       Tapotement (französisch: tapoter, deutsch: „gegen etwas klopfen“)
·       Vibration (französisch: vibration, deutsch: „Schwingung, Zittern“)

Die schwedische Massagetechnik von Pehr Henrik Ling übernahmen zunächst die Amerikaner, bis der deutsche Orthopäde Albert Hoffa diese Ende des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland etablierte. In den nächsten Jahren entwickelten sich weitere manuelle Massageformen, die auf Forschungen und Weiterentwicklungen des bereits Entdeckten beruhten. Dazu gehören die Bindegewebsmassage durch die Krankengymnastin Elisabeth Dicke oder die Lymphdrainage durch die Dänen Emil und Estrid Vodder.



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